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Wirtschaft

Neues Wohnprojekt in Tempelhof: 900 Wohnungen im Bau

Peter B. · 21. Oktober 2026, 13:52 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Neues Wohnprojekt in Tempelhof: 900 Wohnungen im Bau

Seit über einem Jahr wird am Gelände entlang der Bahnlinie im Süden Tempelhofs intensiv gearbeitet. Viele Kräne heben tonnenschwere Materialien und formen das staubige Terrain in eine aufstrebende neue Nachbarschaft. Das Stadtquartier Marienhöfe zählt zu den größten Bauvorhaben in Berlin, mit insgesamt 900 geplanten Wohnungen, und nun wurde ein bedeutender Fortschritt erzielt: Der erste Rohbau eines Wohngebäudes ist vollendet. Dies gab die Realisierungsfirma Goldbeck bekannt, die die Arbeiten leitet. Die Grundsteinlegung fand vor weniger als einem Jahr statt, somit liege man im geforderten Zeitrahmen.

Der nördliche Abschnitt des Marienhöfe-Quartiers wird elf Wohn- und Geschäftshäuser sowie ein Quartiersgebäude umfassen und soll bis August 2028 abgeschlossen sein. Der zügige Baufortschritt resultiert aus der Entscheidung, die Gebäude in seriellem Verfahren und mit hohem Vorfertigungsgrad zu realisieren. Goldbeck produziert wichtige Bauteile industriell und setzt diese anschließend auf der Baustelle zusammen. Robert Wall, Geschäftsführer von Goldbeck Nordost GmbH, betont, dass die systematisierte Bauweise eine wesentliche Stärke für den mehrgeschossigen Wohnungsbau darstellt.

Das neue Quartier wird auf dem Areal des ehemaligen Güterbahnhofs Mariendorf auf einer Fläche von zehn Hektar errichtet. Neben den 900 Wohnungen sind auch Bereiche für Gewerbe, Einzelhandel, Gastronomie, ein Multifunktionsgebäude, eine Kindertagesstätte, ein Handwerkerhaus sowie Raum für geflüchtete Menschen geplant. Somit sollen die Anwohner in ihrem Viertel alles Notwendige finden: Geschäfte, Fitnessstudios und vieles mehr.

Das nun fertiggestellte Gebäude im Rohbau wird Platz für 80 Wohneinheiten bieten, die unterschiedliche Lebensstile und Haushaltsgrößen ansprechen sollen. Die Mehrheit der Wohnungen sind Dreizimmerwohnungen, es gibt jedoch auch Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern. Das erste Gebäude wird, wie die folgenden, über begrünte Dächer sowie Photovoltaikanlagen verfügen. Das gesamte Quartier wird eine Mischung aus frei finanzierten, geförderten und seniorengerechten Wohnungen bieten.

Die Außenanlagen sind mit Spielplätzen, Parkflächen, Sporteinrichtungen und naturnahen Bereichen gestaltet. Zudem wird das Quartier autofrei sein, jedoch durch eine Radverbindung auf der Nord-Süd-Achse durchzogen. Der S-Bahnhof Attilastraße sowie Hauptverkehrsstraßen wie der Steglitzer Damm sorgen dafür, dass zukünftige Bewohner gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Auto erreichbar sind.

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Peter B.

Über den Autor

Peter B. Ressort Wirtschaft

Peter analysiert die wirtschaftlichen Entwicklungen in Berlin und Brandenburg - von Start-ups und Mittelstand bis zu internationalen Unternehmen. Er interessiert sich besonders für Innovation, nachhaltiges Wachstum und die Auswirkungen politischer Entscheidungen auf den Wirtschaftsstandort Hauptstadt.

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