Sperrungen nach Absturz am Bierpinsel halten an
Einen Tag nach dem Vorfall, bei dem ein Fassadenelement des Bierpinsels aus 30 Metern Höhe auf die Schloßstraße fiel, bleibt der Bereich weiter großflächig gesperrt. Autofahrer, die von der Schildhornstraße kommen, müssen die Tiburtiusbrücke als Umleitung nutzen. Der Zugang zur Schloßstraße über die Schildhornstraße ist derzeit nicht möglich.
Am Sonntagabend hatte sich eine Platte der Außenfassade des 47 Meter hohen, ungenutzten Gastronomieturms gelöst. Glücklicherweise gab es keine Verletzten. Eine Person, die das Ereignis miterlebte, war unter Schock und konnte vor Ort behandelt werden.
Nachdem Polizei und Feuerwehr am Montag den Unglücksbereich abgesichert hatten, wird der Fall nun von der Bauaufsicht des Bezirks Steglitz-Zehlendorf bearbeitet. Patrick Steinhoff, der Stadtrat für Stadtentwicklung (CDU), erklärte der Morgenpost am Dienstag: „Es werden Sicherungsmaßnahmen am hinteren Teil des Bierpinsels notwendig sein.“ Der Eigentümer werde darüber informiert, und nach der Umsetzung der Maßnahmen könne der gesperrte Straßenbereich wieder freigegeben werden.
Am Dienstagmittag war Götz Fluck, Geschäftsführer der ImmoMa GmbH und Eigentümer des Bierpinsels seit 2021, noch nicht über die aktuellen Entwicklungen informiert. Er berichtete, dass die Polizei ihn am Montagmorgen kontaktiert hatte, um ihn über den Vorfall zu informieren. Zwei weitere Platten seien ebenfalls locker gewesen, jedoch wurden diese bereits befestigt. Fluck schloss aus, dass der Sturm der Grund für den Vorfall gewesen sei: „Sturm hatten wir schon öfter, und nichts ist passiert."
Über die genaue Ursache des Absturzes kann Fluck nur mutmaßen. Möglicherweise sei es auf Materialermüdung oder den „Zahn der Zeit“ zurückzuführen. Aufgrund des Denkmalschutzes ist es dem Eigentümer nicht erlaubt, diese Platten einfach zu entfernen. Fluck äußerte den Wunsch, das Grundstück zu erwerben, da dies für den Umbau und die Renovierung des Bierpinsels entscheidend sei.
Das Grundstück, auf dem der Turm steht, ist Eigentum des Landes Berlin, während das Gebäude selbst im Privatbesitz verblieb. Ein Erbbaupachtvertrag regelt die Nutzung des Turms für gastronomische Zwecke. Fluck plant allerdings auch Büroflächen und Einrichtungen für die Freie Universität zu schaffen. Wegen der aktuellen Brandschutzbestimmungen dürfen in den oberen Etagen nicht mehr Bars und Restaurants ohne Gästeanzahlbegrenzung betrieben werden, wobei das Bezirksamt bereits Interesse an alternativen Nutzungskonzepten gezeigt hat.
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Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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