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Langdock kehrt nach Deutschland zurück – Millioneninvestition in Sicht

Markus S. · 16. September 2026, 11:13 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 5 Aufrufe
Langdock kehrt nach Deutschland zurück – Millioneninvestition in Sicht

Das dynamisch wachsende Berliner KI-Start-up Langdock beabsichtigt, seinen rechtlichen Hauptsitz von den USA zurück nach Deutschland zu verlegen. Laut Informationen des „Handelsblatts“, die sich auf die Co-Geschäftsführer Lennard Schmidt und Judith Dada stützen, wird das Unternehmen seine US-Muttergesellschaft in eine Europäische Aktiengesellschaft (Societas Europaea, SE) umwandeln.

Dieser Schritt gilt als bemerkenswerter Gegensatz zu dem allgemeinen Trend, wonach viele europäische Gründer ihre Firmen aufgrund des besseren Zugangs zu Risikokapital in die Vereinigten Staaten verlagern. In den USA fallen zudem niedrigere Steuern auf Unternehmensgewinne an. Für die Rückkehr nach Europa wurden neben strategischen Überlegungen auch rechtliche Risiken als entscheidend erachtet. Bestimmungen wie der Cloud Act und der Patriot Act in den USA, die es den Behörden unter bestimmten Umständen erlauben, auf Kundendaten zuzugreifen, schaffen zunehmende Bedenken bei Unternehmenskunden, so das „Handelsblatt".

Langdock bietet Unternehmen datenschutzkonforme Zugänge zu Sprach- und Bildmodellen verschiedener KI-Anbieter an. Der Plattform des Start-ups nutzen bereits über 13.000 Unternehmen, darunter namhafte Konzerne wie Merck und Trumpf. Das 2019 gegründete Unternehmen berichtet, dass es profitabel arbeitet und kürzlich einen wiederkehrenden Jahresumsatz von über 50 Millionen Euro erzielt hat.

Mit dem Sitzwechsel verfolgt das Management zudem umfassende Wachstumspläne. Langdock plant, mittelfristig als europäischer Cloud- und KI-Infrastrukturanbieter oder „Hyperscaler“ zu agieren und damit die digitale Souveränität Europas zu stärken. Noch in diesem Jahr soll ein erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen werden, in das das Unternehmen zwischen 10 und 15 Millionen Euro investieren möchte.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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