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Neues Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Schöneweide nimmt Gestalt an

Markus S. · 14. September 2026, 12:13 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 3 Aufrufe
Neues Fahrradparkhaus am S-Bahnhof Schöneweide nimmt Gestalt an

Der Bau von Berlins erstem öffentlichen Fahrradparkhaus macht Fortschritte. Am Montag fand eine Besichtigung der Baustelle auf dem Vorplatz des S- und Regionalbahnhofs Schöneweide statt. Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) und die Verkehrsstadträtin von Treptow-Köpenick, Claudia Leistner (Grüne), waren ebenfalls vor Ort. Anlässlich dieses Ereignisses verkündete die zuständige GB infraVelo GmbH, dass im Herbst mit den Holzbauarbeiten begonnen wird.

Nach Angaben des landeseigenen Unternehmens ist das Fundament mittlerweile abgeschlossen. Die Eröffnung des Fahrradparkhauses ist für das Jahr 2027 geplant. Es wird an einer als „stärkste Mobilitätsdrehscheibe im Berliner Südosten“ bezeichneten Stelle errichtet. Am Bahnhof Schöneweide, der mit acht Regional- und S-Bahn-Linien sowie 15 Straßenbahn- und Buslinien verbunden ist, steigen täglich über 48.000 Fahrgäste um, wodurch viele Radfahrer dort ihre Fahrräder abstellen.

Das geplante Fahrradparkhaus wird den aktuellen Bedarf an Stellplätzen decken und künftig rund 800 Plätze bieten. Von diesen werden 240 durch das Buchungs-, Reservierungs- und Abrechnungssystem „ParkYourBike“ gesichert. Außerdem sind eine Fahrradwerkstatt mit Vermietung sowie eine öffentliche Reparaturstation vorgesehen. Zudem wird am Ecksteinweg, südwestlich der Bahntrasse, eine überdachte Radabstellanlage aus Holz entstehen, die Platz für ungefähr 300 Fahrräder bereitstellt, wobei 110 davon ebenfalls mit „ParkYourBike“ gesichert sein werden.

„Das Fahrradparkhaus vereint nachhaltige Mobilität und klimagerechtes Bauen“, betont infraVelo. Das Gebäude wird ein Gründach haben, das Regenwasser nach dem Schwammstadtprinzip speichert und die Umgebung um bis zu drei Grad Celsius kühlt. Überschüssiges Wasser wird über eine Versickerungsmulde in das Grundwasser eingeleitet, was zur Entlastung der Kanalisation beiträgt. Photovoltaikmodule auf dem Dach sollen das Parkhaus mit erneuerbarer Energie versorgen. Die bepflanzte Südfassade wird zudem die Biodiversität unterstützen und zur Verbesserung der Luftqualität beitragen.

In Bezug auf das fünf Millionen Euro teure Projekt äußerte sich Verkehrssenatorin Ute Bonde: „Mit insgesamt 1100 Stellplätzen im Fahrradparkhaus und in der Abstellanlage und direkter Anbindung an die Bahnsteige fördern wir die Vernetzung der Verkehrsmittel und erleichtern den Umstieg auf klimafreundliche Mobilität.“ Stadträtin Claudia Leistner ergänzte: „Mit dem Fahrradparkhaus schaffen wir viele attraktive und sichere Stellplätze am wichtigen Umsteigeknoten Schöneweide. Damit bringen wir die Mobilitätswende im Südosten Berlins einen großen Schritt voran.“ Michael Fugel, Geschäftsführer von infraVelo, sieht in dem Neubau ein „Leuchtturmprojekt für nachhaltige Bauweise“.

Insgesamt belaufen sich die Kosten für das Fahrradparkhaus und die Anlage am Ecksteinweg auf etwa 5,45 Millionen Euro. Das Bundesministerium für Verkehr unterstützt das Projekt im Rahmen des Programms „Fahrradparkhäuser an Bahnhöfen“ mit 2,6 Millionen Euro, während der Rest vom Land Berlin getragen wird.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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