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Erfolgreiche Entschärfung in Potsdam: Rückkehr für Anwohner

Julian K. · 30. September 2026, 11:06 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 7 Aufrufe
Erfolgreiche Entschärfung in Potsdam: Rückkehr für Anwohner

Die Entschärfung der im Potsdamer Stadtteil Groß Glienicke gefundenen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg ist erfolgreich abgeschlossen. Laut Informationen der Stadt Potsdam wurde der Sperrkreis um 11:59 Uhr aufgehoben und damit auch alle damit verbundenen Verkehrs- und Zugangsperren. Bewohner innerhalb des Sperrkreises dürfen nun wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, und auch die Bundesstraße B2 sowie die Landesstraße L2 sind ab sofort wieder uneingeschränkt befahrbar.

Sprengmeister Mike Schwitzke und sein Team vom Kampfmittelbeseitigungsdienst des Landes Brandenburg führten insgesamt vier Sprengungen erfolgreich durch. Dieser Einsatz war bereits der vierte dieser Art in Potsdam in diesem Jahr und stellte das erste Mal dar, dass eine ordnungsbehördliche Maßnahme die Landesgrenze nach Berlin überschritt.

Neben Potsdam waren auch der Landkreis Havelland und der Berliner Bezirk Spandau betroffen. Die Einsatzleitung oblag dem Ordnungsamt der Landeshauptstadt Potsdam, während die zuständigen Behörden und Einsatzkräfte ihre eigenen Bereiche zu sichern hatten.

Im Verlauf des Einsatzes am Mittwochmorgen waren 435 Helferinnen und Helfer mobilisiert, um den Sperrkreis in Potsdam, Berlin und Dallgow-Döberitz zu sichern. Ein Sicherheitsbereich von 1500 Metern wurde um den Standort der Sprengung in der Groß Glienicker Heide eingerichtet.

Die Sperrung betraf in Spandau etwa 50 Einfamilienhäuser sowie den Landschaftsfriedhof Gatow, Teile der Rieselfelder und den Habichtswald. In Potsdam umfasste der Sperrkreis die Waldsiedlung Groß Glienicke, die Preußenhalle, das Landesamt für Umwelt, eine Gemeinschaftsunterkunft und eine Einrichtung für Betreutes Wohnen. Außerhalb des Sperrkreises liegt die Ortschaft Seeburg der Gemeinde Dallgow-Döberitz.

Die Maßnahmen zur Entschärfung führten zu Verkehrsbeeinträchtigungen; die Bundesstraße 2 und die Landesstraße 2 waren zwischen 9:30 Uhr und 11:59 Uhr gesperrt, betroffen waren zudem die Buslinien 604 und 638. Die zum Einsatz gekommenen Kampfmittel stammten größtenteils aus Deutschland, jedoch auch von den Alliierten, wie Sprengmeister Schwitzke angab. Vermutlich wurden sie im Sommer 1945 vom Flugplatz Gatow in das Waldgebiet gebracht.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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