Bundes-Grüne wollen Berliner Spree fürs Schwimmen freigeben – Graf: „Sehr einfach“
Die Grünen wollen das Berliner Badeverbot für die Spree kippen. Das hat der Bundesvorstand der Partei als Teil eines Papiers zum Thema Hitzeschutz beschlossen.
Graf: Geht sehr einfach
„Das ist sehr realistisch, und das geht auch sehr einfach“, sagte der Grünen-Spitzenkandidat für die Senatswahl am 20. September, Werner Graf. „Wir haben im Augenblick in der Spree an den meisten Tagen im Jahr eine sehr gute Wasserqualität.“ Nur manchmal verschlechtere sich die Wasserqualität deutlich nach Starkregen.
Es gehe nicht darum, das Baden in dem Fluss 365 Tage im Jahr zu ermöglichen, sondern an 350 oder 360 Tagen, erklärte Graf. Mit täglichen Tests und einer Ampelregelung, um die Ergebnisse mitzuteilen, sei das möglich. „Und wenn die Qualität gut ist, kann man drin baden, wenn nicht, dann nicht.“
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Baden in der Berliner Spree ist verboten
Nötig wäre laut Graf nur eine Gesetzesänderung. Gerade an heißen Tagen könnten sich die Menschen so in der Innenstadt abkühlen. Daneben müsse noch die Schifffahrt begrenzt werden, zum Beispiel mit Vorgaben, auf welcher Flussseite die Durchfahrt erlaubt wäre.
Laut der Badegewässerverordnung ist Baden in der Spree mitten in Berlin komplett verboten. Wenn es zum Überlaufen der Berliner Mischwasserkanalisation kommt, kann die Spree dadurch verschmutzt und möglicherweise auch mit Krankheitserregern belastet werden. Die Wasserqualität kann sich zum Beispiel nach einem Gewitterregen kurzfristig verschlechtern.
dpa/dw
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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