Hauptstadt Report
Politik

CDU-Kandidat Evers setzt auf Merz trotz negativer Umfragewerte

Julian K. · 18. September 2026, 05:14 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
CDU-Kandidat Evers setzt auf Merz trotz negativer Umfragewerte

Liebe Leserinnen und Leser, der Wahlkampf erreicht nun seinen Höhepunkt. Für heute stehen mehrere Abschlussveranstaltungen der Parteien an: Um 15 Uhr treffen sich die Spitzenkandidaten Werner Graf und Bettina Jarasch (Grüne) zusammen mit der Bundestagsabgeordneten Ricarda Lang an der Bernauer Straße 63/64. Um 16 Uhr wird Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken, am Neptunbrunnen am Alexanderplatz zusammen mit Ines Schwerdtner, Sören Pellmann und Gregor Gysi auftreten. Um 17 Uhr gibt es eine Veranstaltung mit SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach und Klaus Wowereit an der Wilmersdorfer Straße/Stuttgarter Platz in Charlottenburg. Gleichzeitig um 17 Uhr wird Alexander Kling, der Spitzenkandidat von BSW, an der Weltzeituhr am Alexanderplatz mit Sahra Wagenknecht, Michael Lüders, Fabio De Masi und weiteren sprechen. Die CDU plant ihre Abschlussveranstaltung für Samstag.

In Berlin ist der Kanzler aktuell ein unbeliebtes Thema. Laut einer neuen Insa-Umfrage glauben 78 Prozent der Befragten nicht, dass Friedrich Merz der richtige Mann für das Kanzleramt ist. Selbst unter den Wählern von CDU und CSU zeigen 58 Prozent Ablehnung gegenüber Merz, während nur 36 Prozent ihn unterstützen. Diese Situation stellt für Berlins CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers die Frage, wie er mit einem Chef umgehen soll, der nicht gut ankommt.

Im Konrad-Adenauer-Haus trafen sich Evers und Merz, wobei letzterer eine grundlegende politische Rede hielt. Merz verteidigte seine Reformpläne und die Aufrüstung zur Verteidigung der Freiheit. Zum Thema Berlin beschränkte sich der Bundesvorsitzende der CDU auf einige positive Bemerkungen zur dynamischen Start-up-Szene, der weltweit anerkannten Kultur und dem Freiheitsgeist der Stadt, wie unser Chefreporter Joachim Fahrun berichtet. Ob dies Evers weiterhelfen wird, bleibt abzuwarten. Zudem könnte eine Äußerung von Merz, in der er den Antisemitismus der Linkspartei als „perfideste Form der Ausländerfeindlichkeit“ bezeichnete, für viele jüdische Bürger in der Stadt überraschend gewesen sein.

Evers versuchte, Zuversicht zu verbreiten, indem er erklärte: „Wir können gemeinsam Berlin noch viel besser machen“. In einem Gespräch erwähnte Merz außerdem, dass er gelegentlich frühmorgens mit der S-Bahn zum Brandenburger Tor fährt.

Zu weiteren Themen: Ein Expertentreffen zur Künstlichen Intelligenz findet im Rahmen eines Berliner Festivals statt, bei dem sowohl Optimismus als auch Skepsis zur Sprache kommen. Zudem ermittelt die Berliner Polizei in einem Fall von mutmaßlicher Sexualstraftat gegen eine Lehrerin, die sich selbst angezeigt hat. Der Bebauungsplan für das alte Tanklager am Teltowkanal wird ebenfalls vom Bezirksamt aufgestellt und es dürfte noch Diskussionen über die Anzahl der geplanten Wohnungen geben.

Starten Sie gut in den Freitag! Ihr Felix Müller

Artikel teilen mit:

Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben