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CSD Berlin: Ikkimel begeistert, Polizei schritt gegen rechte Störer ein

kamal · 24. Juli 2026, 19:12 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 13 Aufrufe
CSD Berlin: Ikkimel begeistert, Polizei schritt gegen rechte Störer ein

Am Freitagabend, dem Auftakt des Christopher Street Day (CSD), feierten rund 8000 Zuschauer beim Konzert der Rapperin Ikkimel am Brandenburger Tor in Berlin. Die Künstlerin äußerte sich stolz über die Möglichkeit, dort aufzutreten und sprach über die Herausforderungen, mit denen die queere Community in vielen Ländern konfrontiert ist.

Vor dem Konzert intervenierte die Polizei und zog vier Männer zur Seite, die mutmaßlich einer rechten Gruppierung angehörten. Laut Polizeisprecher Florian Nath wollten sie Störungen verursachen. Die Beamten identifizierten die Männer und hielten eine Gefährderansprache, danach entfernten sich die Störer.

Das CSD-Wochenende begann mit einem „Drag March“, der am Freitagnachmittag vom Platz der Republik zum Brandenburger Tor führte. Auch der traditionelle „Dyke March“ zog von Rotes Rathaus nach Kreuzberg.

Die Berliner Stadtreinigung war ebenfalls präsent und setzte 150 Mitarbeiter und 60 Fahrzeuge ein, um nach dem CSD aufzuräumen. Im letzten Jahr sammelte die BSR 120 Kubikmeter Abfall ein und setzte auch in diesem Jahr mit T-Shirts ein Zeichen für Diversität und Zusammenhalt mit dem Slogan #GemeinsamFürVielfalt.

Für den Samstag haben Rechtsextreme eine Protestkundgebung am Potsdamer Platz angemeldet, organisiert von Gruppierungen wie „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ und „Deutsche Patrioten Voran“. Die Polizei erwartet etwa 100 Teilnehmer, die gegen den CSD und Gender-Themen demonstrieren wollen.

Währenddessen wird im Berliner Aesop-Store am Kurfürstendamm die Aesop Queer Library eingerichtet, um queere Literatur zu fördern. Besucher können kostenfrei Bücher von LGBTQIA+-Autor:innen mitnehmen, um die Sichtbarkeit queerer Perspektiven zu erhöhen.

Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) präsentierten sich in den Farben der Regenbogenflagge mit einer Umgestaltung des U-Bahnhofs Alexanderplatz, um ein Zeichen für Vielfalt zu setzen. Negative Rückmeldungen blieben jedoch nicht aus, während andere Nutzer die Aktion lobten.

Hertha BSC plant ebenfalls eine Teilnahme am CSD mit einer offiziellen Fußgruppe und ruft alle Vereinsmitglieder zur Unterstützung von Vielfalt und Gleichberechtigung auf.

Der CSD in Berlin wird dieses Jahr zum ersten Mal an zwei Tagen gefeiert. Der Freitagabend begann mit einem Demokratieabend und bestätigte eine weitere Überraschung: Sarah Connor wird am Samstag auf der Hauptbühne auftreten, ebenfalls ohne Gage. CSD-Vorstandsmitglied Marcel Voges würdigte ihr Engagement für die queere Community.

Aufgrund von Einschränkungen im S-Bahnverkehr sollten CSD-Besucher mit möglichen Verzögerungen rechnen und die Ringbahn oder U-Bahnen als Alternativen nutzen.

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