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Domäne Dahlem gewinnt fast 600 neue Unterstützer in Krisenzeiten

Markus S. · 14. September 2026, 11:02 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Domäne Dahlem gewinnt fast 600 neue Unterstützer in Krisenzeiten

Die Domäne Dahlem ist ein historisches Anwesen, das als Kultur- und Bildungsstätte sowie Landwirtschaftsbetrieb fungiert. Es lässt sich nicht als profitables Unternehmen klassifizieren, was in der gegenwärtigen Diskussion um seine zukünftige Finanzierung von Bedeutung ist. Um weiterhin als außerschulischer Lernort tätig sein zu können, ist die Förderung durch das Land Berlin unerlässlich.

Der Berliner Senat hat die Zuschüsse für die Domäne Dahlem seit Beginn 2025 um fast 250.000 Euro gekürzt, was einer Reduzierung von rund 20 Prozent des ursprünglichen Budgets entspricht. Die Verantwortlichen konnten diese Einschnitte durch Sparmaßnahmen in den Programmen und der Bildungsarbeit mildern. Dennoch stehen verschiedene Projekte, wie die Kochkiste und die Workshops, zur Diskussion.

Regelmäßig werden auf der Domäne Dahlem Feste und Märkte veranstaltet, für die Eintrittsgelder erhoben werden.

Bei einer Gesprächsrunde im Landgasthof, anlässlich des 50-jährigen Bestehens des Vereins der Freunde der Domäne Dahlem, diskutierten Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD), Christoph Wegener (CDU), Michael Gaedicke (Grüne) und Lara Wiebelt (Linke), sowie Tobias Bauschke von der FDP und Jean Angelov, der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, über die zukünftige Finanzierung und Stabilität der Domäne für die nächsten fünf Jahre.

Ina Czyborra äußerte, dass sie in den kommenden Jahren keine großen Veränderungen erwartet. Ihr Wunsch ist es, finanzielle Stabilität zu erreichen. Jean Angelov betonte die Wichtigkeit der Domäne und erhielt Rückendeckung von anderen Teilnehmern, die sich für eine Verbesserung der bestehenden Angebote einsetzen wollen. Christoph Wegener wies darauf hin, dass es möglich sei, die Qualität der Domäne weiter zu steigern, etwa durch neue Wege und Pflasterungen.

Einigkeit herrschte darüber, dass die Domäne Dahlem in Berlin einzigartig ist und deshalb Förderung benötigt. Angesichts der Sparmaßnahmen des Landes sagte Tobias Bauschke, dass es fraglich sei, ob Berlin sich mehrere Opernhäuser leisten kann, die zusätzliche Subventionen benötigen.

Jean Angelov bemerkte, dass die „drastische Kürzung“ auch dazu geführt hat, dass sich mehr Bürgerengagieren. Erfreulicherweise traten 600 neue Mitglieder dem Förderverein bei, wodurch die Gesamtmitgliederzahl auf nahezu 1500 stieg.

Dennoch bleibt das ehrenamtliche Engagement begrenzt, und die Domäne kann nicht wie ein reguläres Unternehmen finanziert werden. Angelov äußerte den Wunsch nach einer stabilen finanziellen Basis, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Die Senatskulturverwaltung ist für die Domäne Dahlem verantwortlich. Senatorin Czyborra versprach, dass der Domäne bei der finanziellen Ausstattung Priorität eingeräumt werde, da diese auch eine wichtige Rolle in der gesunden Ernährung und Bildung von Kindern spielt. Lara Wiebelt stellte klar, dass Orte wie die Domäne für Kinder und Erwachsene notwendig sind und die Finanzierung unerlässlich sei.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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