Elif Eralp begeistert mit leidenschaftlicher Rede auf Parteitag
Elif Eralp erhielt begeisterten Beifall während ihres Auftritts beim Parteitag der Linken, wo sie sich kämpferisch für die Aufnahme von Koalitionsgesprächen mit SPD und Grünen einsetzte. Vor dem Veranstaltungsort fanden rund 70 Personen zu einer Demonstration zusammen, um gegen die Landesführung und die Sondierungsergebnisse zu protestieren. Achmed Zeytoun, ein Mitglied der Linken und Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Palästina-Solidarität, kritisierte in seiner Rede die vermeintliche Unterstützung durch das Landeskriminalamt und äußerte, dass die Linke die Palästina-Solidarität verraten habe.
Inmitten der Proteste stimmten die Demonstrierenden „Viva Palästina“-Rufe an, während ein einzelner Mann mit dem Slogan „Lang lebe Israel“ konfrontiert wurde, bevor die Polizei einschritt. Zeytoun rief alle dazu auf, auf den Straßen aktiv zu bleiben, statt sich in Regierungspositionen zurückzuziehen, und betonte die Notwendigkeit einer Massenmobilisierung.
Im Parteitag selbst gab es während der Diskussion über die Sondierungsergebnisse bisher kaum Widerstand. Die Mehrheit der Redner sprach sich klar für die Aufnahme der Gespräche aus. In ihrer leidenschaftlichen Rede erklärte Eralp, dass die Menschen in der Stadt sich gegen äußere Angriffe erheben würden und dass die Linke den Menschen und nicht dem Profit den Vorrang geben wolle. An die Genossen wandte sie sich mit den Worten: „Ich werde nicht aufgeben,“ und appellierte an ihre Unterstützung.
Eralp bezeichnete es als historischen Erfolg, die Vergesellschaftung von Wohnungen voranzubringen und den Artikel 15 des Grundgesetzes zur Anwendung zu bringen, um den Geschäftsinteressen von Immobilienkonzernen entgegenzuwirken. Sie warf den innerparteilichen Gegnern vor, nicht zu erkennen, was die Alternative sei, und bekräftigte die Vision der Linken als Hoffnungsträger für die Bewohner Berlins.
Ein weiterer Höhepunkt des Parteitags war die Rede von Co-Landeschef Maximilian Schirmer, der die aggressiven Berichterstattung in den Medien kritisierte und die Delegierten aufforderte, einander den Rücken zu stärken. Er sprach sich ebenfalls für das Sondierungspapier aus, das als Grundlage für Veränderungen in Berlin angesehen wird.
Landesvorsitzende Kerstin Wolter warf der CDU vor, sich als Nachhilfe-Lehrer der Linken aufzuspielen, während sie gleichzeitig die AfD unterstützten. Sie forderte zur Einigkeit auf und stellte sicher, dass es keine Repressionen gegen die Palästina-Solidarität innerhalb der Partei geben werde, jedoch auch Gewalt entschieden abgelehnt werde. Der Parteitag selbst fand in einem sicherheitsüberwachten Rahmen statt, mit Polizeipräsenz aufgrund der angekündigten Proteste gegen den Parteitag.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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