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Faustschlag und Beleidigung: Antisemitische Attacke auf Steglitzer Grünen

Markus S. · 31. August 2026, 14:02 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Faustschlag und Beleidigung: Antisemitische Attacke auf Steglitzer Grünen

Ein Mann hat am frühen Montagnachmittag in der Liebenowzeile in Steglitz den Berliner Politiker Daniel Eliasson (Bündnis90/Die Grünen) antisemitisch beleidigt und körperlich angegriffen. Der Kandidat aus dem Wahlkreis Steglitz-Ost und Südende zur Berliner Abgeordnetenhauswahl berichtet in einem Post auf Instagram von dem Vorfall.

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Die Polizei bestätigte auf Nachfrage den Eingang einer entsprechenden Anzeige wegen einer judenfeindlichen Attacke am mutmaßlichen Tatort. Man ermittle wegen Beleidigung und versuchter Körperverletzung. Der Verdächtige sei der Polizei bereits aufgrund vergangener Delikte bekannt. Auch der Staatsschutz sei in die Ermittlungen involviert, hieß es.

„Ein Mann kam auf mich zu und hat mich angepöbelt“, erzählt Eliasson in dem Video. Der Mann sei sauer auf die Politik gewesen, „da haben wir uns kurz unterhalten“. Dann habe der Mann „angefangen, auf die Juden zu schimpfen und über die ‚Scheiß-Juden‘, die überall Kriege brächten“, berichtet Eliasson sichtlich angefasst.

Mann zeigt seinen Ausweis

Am Telefon schildert Eliasson: Seine Bitte, dies zu unterlassen, und der Hinweis, dass er selbst Jude sei, habe noch zur Eskalation beigetragen: „Dann wurde es richtig aggressiv.“ Der Angreifer habe versucht, „mich ins Gesicht zu boxen. Die Faust ging wirklich einen Millimeter an mir vorbei. Er hat die ganze Zeit nur ‚Scheiß-Juden‘ und ‚Dreckspenner‘ gerufen.“ Eliasson spricht von einer „krass bedrohlichen Situation“. Der Mann habe ihm sogar „seinen Ausweis in die Kamera gehalten und meinte: ‚Hier, zeig mich an‘“.

Eliasson weiter: „Das zeigt einfach, dass Antisemitismus einem überall begegnen kann. Und es zeigt auch, was einem in dieser Stadt einfach passieren kann, wenn man sich als Jude erkennbar macht. Dass man zur Zielscheibe nicht nur von verbalem Hass, sondern tatsächlich auch von Gewalt werden kann.“ Daniel Eliasson war in Steglitz im Rahmen seines Wahlkampfes unterwegs und verteilte Flyer, als der Vorfall passierte.

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Laut Eliasson müsse die Politik einen Wahlkampf führen, „in dem es uns egal ist, wo der Antisemitismus stattfindet. Ist das in Steglitz – das geht nicht. Ist das die MS Goldberg, die angegriffen wird, oder sind es Israel-feindliche Sprüche auf einer Veranstaltung in Neukölln – das geht einfach alles nicht. Und da muss die Politik eine ganz klare Haltung zu haben.“

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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