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Flughafen BER: Roboter soll für mehr Sicherheit auf der Landebahn sorgen

Markus S. · 01. September 2026, 18:05 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Flughafen BER: Roboter soll für mehr Sicherheit auf der Landebahn sorgen

Auf dem Flugfeld verlorene Teile oder Werkzeuge sind ein großes Risiko für den Flugbetrieb. Sie können Turbinen und Reifen der Flieger zerstören, im schlimmsten Fall mit tödlichem Ausgang. Deshalb sucht am Flughafen Berlin-Brandenburg ein Team mit rund 30 Beschäftigten alle sechs bis acht Stunden die Start- und Landebahnen ab. Aktuell erhält das Team Unterstützung.

„Roboxi“ heißt der halbautomatische Roboter, der derzeit über das Flugfeld düst und bei der Suche nach Kleinteilen unterstützt. Ausgestattet mit Kameras und Sensoren soll er den Mitarbeitern die Arbeit erleichtern. „Gerade haben wir noch das Problem, dass Roboxi zu viel erkennt“, berichtet Projektleiter Stephan Schubert bei der Vorstellung am Dienstag. So etwa kleine Kieselsteine, die nicht gefährlich seien. Allerdings befindet sich Roboxi auch gerade noch in der Testphase.

Bis Oktober will die Flughafengesellschaft Roboxi testen. Gebaut wurde das Hightech-Fahrzeug von einem gleichnamigen Start-up aus Norwegen. Das Unternehmen testet sein KI‑unterstütztes Produkt gerade an verschiedenen Flughäfen in Norwegen und anderen Ländern Europas. In Deutschland ist der BER laut Betreibergesellschaft der erste Flughafen, der den Roboter testet.

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Kleinteile auf Flughäfen verursachen Milliardenschäden

Auf den Start- und Landebahnen könnten schon kleine Teile mit nur drei Millimetern im Durchmesser enorme Kräfte entwickeln und so schwere Schäden verursachen. Wie kleine Geschosse können die Teile auf Flugzeugrumpf oder Tragflächen einschlagen. Der jährliche Schaden für die Luft- und Raumfahrtindustrie weltweit wird von Eurocontrol, der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, auf vier Milliarden Dollar geschätzt.

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Welche katastrophalen Folgen Teile auf der Start- und Landebahn haben können, wurde im Jahr 2000 beim Absturz der Concorde in Frankreich deutlich. Bei einem zuvor gestarteten Flieger war damals ein Metallteil abgefallen, was den Reifen der Concorde zum Platzen brachte, wodurch ein Tragflächentank zerstört wurde. Die Maschine fing Feuer, 113 Menschen starben.

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Am Flughafen BER würden sie nur selten Dinge auf den Start- und Landebahnen finden, die dort nicht hingehörten, berichtet Schubert am Dienstag. Im vergangenen Jahr sei neben einigen Tierkadavern ein Teil eines Headsets gefunden worden, sagt er. An größere Sachen, etwa Flugzeugteile, könne er sich nicht erinnern.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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