Friedrichshain-Kreuzberg erhält hunderte neue Fahrradstellplätze
Die Radverkehrsinfrastruktur in Berlin wird weiter ausgebaut, und Friedrichshain-Kreuzberg spielt dabei eine zentrale Rolle. Am Mittwoch, den 4. November, haben das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und infraVelo mit den Bauarbeiten an den Stadtbahnstationen Anhalter Bahnhof, Gleisdreieck, Gneisenaustraße, Kochstraße und Möckernbrücke begonnen. Ziel ist es, alle neuen Anlagen bis Anfang 2027 vollständig betriebsbereit zu machen. Danach sollen weitere Stationen in Lichtenberg, Neukölln, Reinickendorf und Treptow-Köpenick folgen.
In Friedrichshain-Kreuzberg sollen an insgesamt zwölf S- und U-Bahnhöfen über 600 zusätzliche Fahrradstellplätze geschaffen werden. Eine Mitteilung von infraVelo benennt unter anderem 120 gesicherte Stellplätze in Sammelschließanlagen sowie 552 offene Plätze an Anlehnbügeln. So sind am Moritzplatz beispielsweise 40 gesicherte Stellplätze und zusätzlich 72 freie Plätze geplant. An der Warschauer Straße kommen 80 gesicherte Stellplätze hinzu. Weitere Standorte mit vielen neuen Anlehnbügeln sind die Kochstraße mit 118 Plätzen, die Weberwiese mit 96, der Südstern mit 86, der U-Bahnhof Möckernbrücke mit 64 und der Hermannplatz mit 24 Plätzen.
Nutzer, die ihr Fahrrad nicht über Nacht in den gesicherten Containern abstellen möchten, können dies kostenlos tun. Wer jedoch das Rad über Nacht parkt, zahlt eine Gebühr von 70 Cent.
Die Suche nach geeigneten Standorten war eine Herausforderung, wie die Tochtergesellschaft der landeseigenen Grün Berlin GmbH erklärte. An vielen Bahnhöfen gibt es zahlreiche Nutzungsanfragen, jedoch begrenzten Platz. Es muss darauf geachtet werden, dass Fluchtwege freigehalten werden und keine Leitungen blockiert werden. Zudem müssen die Anlagen in das Stadtbild und den Denkmalschutz integriert werden.
Die Finanzierung der neuen Stellplätze erfolgt aus dem "Sondervermögen Infrastruktur der Wachsenden Stadt" (SIWA) des Landes Berlin. Die 120 gesicherten Plätze werden über das System „ParkYourBike“ verwaltet. Interessierte müssen sich dazu kostenlos über die App registrieren. Im Flex-Tarif ist das Abstellen bis zu 24 Stunden kostenfrei, während die Nutzung für weitere 24 Stunden 70 Cent kostet. Monatliche Abonnements werden für 7 Euro und Jahreskarten für 70 Euro angeboten, sodass Pendler, die ihr Fahrrad abends abholen, keine Kosten tragen müssen.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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