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Über 7 Millionen Stimmzettel für die Berlin-Wahl 2026

Markus S. · 06. August 2026, 05:29 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Über 7 Millionen Stimmzettel für die Berlin-Wahl 2026

Um sicherzustellen, dass es keine Pannen wie bei der Wahl 2021 gibt, werden für die Berlin-Wahl 2026 sowie die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen deutlich mehr Stimmzettel gedruckt als Wahlberechtigte vorhanden sind. Landeswahlleiter Stephan Bröchler teilte der Nachrichtenagentur dpa mit, dass für die Wahl zum Abgeordnetenhaus 3.970.000 Stimmzettel angefertigt werden.

Zusätzlich werden für die gleichzeitig am 20. September stattfindenden Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen etwa 3.800.000 weitere Stimmzettel produziert. Aktuell sind die Stimmzettel bereits für den Druck freigegeben. Von den rund 2,5 Millionen Wahlberechtigten in Berlin können nur diese an der Abgeordnetenhauswahl teilnehmen, während bei den BVV-Wahlen ca. 2,75 Millionen Bürger, einschließlich EU-Bürgern ohne deutsche Staatsbürgerschaft, wahlberechtigt sind.

Für die Wahlen wird ein Stimmzettel für die Erst- und Zweitstimme verwendet, anstelle der zuvor genutzten zwei Stimmzettel. Diese Entscheidung ist eine direkte Konsequenz aus den Problemen der vergangenen Wahl, die von langen Warteschlangen und fehlenden oder vertauschten Stimmzetteln geprägt war. Bröchler berichtete, dass die Stimmzettel für rund 140 Prozent der Wahlberechtigten vorgesehen sind.

Am Freitag, den 7. August, ist der Stichtag für die Erstellung des Wahlverzeichnisses. Ab dem Montag werden die Wahlbenachrichtigungen versendet, ebenso wie die Unterlagen für die Briefwahl-Berechtigten. Bisher war es nur möglich, einen Antrag auf Briefwahl per Post zu stellen; ab Montag besteht auch die Möglichkeit, dies per E-Mail oder persönlich in einer Briefwahlstelle des jeweiligen Bezirks zu tun. Auf der Rückseite der Wahlbenachrichtigung ist ein Antrag für die Briefwahl zu finden, der auch elektronisch über einen QR-Code beantragt werden kann.

Die Unterlagen für die Briefwahl umfassen einen Wahlschein, die offiziellen Stimmzettel sowie zwei Umschläge – einen weißen Stimmzettelumschlag und einen roten Wahlbriefumschlag – sowie ein Merkblatt für den Briefwahlprozess. Landeswahlleiter Bröchler geht davon aus, dass etwa 45 Prozent der Wählerinnen und Wähler ihre Stimme per Briefwahl abgeben werden.

Die Frist zur Beantragung der Briefwahl endet am 18. September um 15:00 Uhr. Es ist jedoch wichtig, dass die Wahlunterlagen einschließlich der Stimmzettel am Wahltag bis 18:00 Uhr eingetroffen sind, da verspätet eingetroffene Unterlagen nicht gewertet werden. Außerdem müssen die Briefwahlunterlagen nicht ausschließlich per Post zurückgesendet werden; eine Teilnahme an der Briefwahl kann auch direkt in einer örtlichen Briefwahlstelle erfolgen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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