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Graffiti-Attacke am U-Bahnhof: Vermummte sorgen für Chaos

Markus S. · 14. September 2026, 10:32 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Graffiti-Attacke am U-Bahnhof: Vermummte sorgen für Chaos

Unruhen am U-Bahnhof Mehringdamm haben am Samstagabend für Aufsehen gesorgt. Laut der Berliner Polizei trafen sich gegen 23.30 Uhr mehrere Vermummte, zwischen zehn und fünfzehn Personen, um zwei Züge der BVG-Linien U6 und U7 sowie Teile des Bahnhofs mit Farbe zu besprühen. Social Media-Videos dokumentieren die Schäden an Fenstern, Türtastern und Signaleinrichtungen. Die betroffenen Züge mussten schließlich ausgetauscht werden, und die BVG erstattete Anzeige sowie sicherte Beweismaterial.

Die Aufnahmen zeigen Männer in Regencapes, die mit rot, schwarz und silber gefüllten Sprühdosen die Waggons verunstalten. Während die genaue Sprühbotschaft unklar bleibt, wird vermutet, dass der Schriftzug "1UP" der Graffiti-Gruppe "One United Power" zugeordnet werden könnte. Dieses Kollektiv aus Kreuzberg ist bekannt für riskante Aktionen und das Besprühen ganzer Züge.

Die Vandalismusakte schlossen jedoch nicht nur Sachbeschädigungen ein. Berichten zufolge wurde ein 39-Jähriger, der versuchte, sich der Gruppe in den Weg zu stellen, mit Farbe ins Gesicht besprüht und musste sich ambulant behandeln lassen. Die Polizei leitete Ermittlungen wegen gefährlicher Körperverletzung und Sachbeschädigung ein.

Videos zeigen verschiedene Reaktionen der Passanten: Während einige den Vorfall kritisierten, hielten andere die Szene mit Handykameras fest und applaudierten sogar den Tätern, als diese sich zurückzogen.

Vandalismus dieser Art ist für die BVG keine Seltenheit, die Schäden, die während solcher Aktionen entstehen, sind jedoch beachtlich. Im ersten Halbjahr 2022 musste das Unternehmen rund 7,6 Millionen Euro aufbringen, um entstandene Schäden zu beseitigen. Eine Unternehmenssprecherin betonte, dass solche kriminellen Handlungen gravierende Folgen für die Sicherheit hätten und auch die Fahrgäste betroffen seien, da Fahrzeuge zur Reinigung und Reparatur aus dem Betrieb fallen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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