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Hendrik Holt möglicherweise im Ausland – Juristen fordern Rückkehr

Markus S. · 09. September 2026, 13:31 Uhr · 1 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Hendrik Holt möglicherweise im Ausland – Juristen fordern Rückkehr

Hendrik Holt, ein gesuchter Betrüger im Bereich der Windkraft, scheint das Bundesgebiet verlassen zu haben. Berlins Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) berichtete am Mittwoch im Rechtsausschuss des Abgeordnetenhauses, dass sich seine Anwältin gemeldet habe und er absichtlich nicht zurückkehren wolle. Gegen den 36-Jährigen läuft ein EU-weites Haftverfahren.

In einem letzten Beitrag auf Instagram hatte Holt vorgegeben, sich in Moskau aufzuhalten und schrieb: "Sehr schön hier. Der Kaviar ist fantastisch." Zuvor war er in der Berliner Justizvollzugsanstalt untergebracht, aus der er am 25. August ohne Rückkehr nach einem Ausgang verschwunden ist. Die genauen Gründe für seine Flucht sind bislang unklar. Laut Badenberg bemühen sich Holts Anwälte, ihn zur Rückkehr zu bewegen.

Holt wurde 2022 vom Landgericht Osnabrück in mehreren Fällen wegen bandenmäßigen Betrugs, Bestechung und Urkundenfälschung zu einer Gesamtstrafe von fast neun Jahren verurteilt. Er hatte Windparks an fiktive ausländische Stromkonzerne verkauft und dabei Diplomatenbestrebungen genutzt, um sich gegen deutsche Justizbehörden abzusichern. Seit Oktober 2024 war er im offenen Vollzug untergebracht. Berichten zufolge ließ er bei seiner Flucht seine Frau und sein Kind zurück. Zu Holts Fall lief zuletzt eine Dokumentation in der ARD.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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