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Bäume fallen für Tram M10: 134 Stück müssen weichen

Markus S. · 26. August 2026, 11:30 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Bäume fallen für Tram M10: 134 Stück müssen weichen

Vor drei Jahren wurde die Tramlinie M10 bis zum U-Bahnhof Turmstraße in Berlin verlängert. Nun sollen die Pläne für eine weitere Strecke bis zum Bahnhof Jungfernheide im Projekt „Turmstraße II“ umgesetzt werden. Der aktuelle Planungsstand zeigt, dass jedoch noch einige Jahre bis zur Realisierung verbleiben. Diese Informationen stammen aus der schriftlichen Anfrage des Linkspartei-Abgeordneten Kristian Ronneburg an die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt.

Das Genehmigungsverfahren für den zusätzlichen, 3,8 Kilometer langen Abschnitt wird voraussichtlich im kommenden Jahr starten. Laut dem Antwortschreiben der Senatsverwaltung hat die BVG Projekt GmbH den Beginn des Planfeststellungsverfahrens für den Sommer 2027 vorgesehen.

Die Anzahl der Bäume, die für die Realisierung der Tramverlängerung gefällt werden müssen, wurde ebenfalls bekannt gegeben. Insgesamt 134 Bäume werden in den betroffenen Straßen weichen müssen. Die Verteilung sieht wie folgt aus: 39 in der Turmstraße, 22 in der Hüttenstraße, 8 in der Reuchlinstraße, 12 in der Wiebestraße, 5 in der Kaiserin-Augusta-Allee, 0 in Mierendorffplatz, 7 in der Osnabrücker Straße, 19 am Tegeler Weg und 22 am Bahnhof Jungfernheide.

Trotz dieser Fällungen betont die BVG, dass der größtmögliche Schutz der Bäume angestrebt wird. In dem Schreiben wird erläutert, dass derzeit geprüft wird, inwiefern bestehende Bäume in die Planung der Straßenbahnhaltestellen integriert werden können, um einige der aktuell gefährdeten Bäume zu erhalten.

Unklar bleibt, ob und wie viele weitere Bäume für die Reaktivierung der Siemensbahn, den Ausbau des Bahnhofs Jungfernheide sowie die Sanierung der Uferwand der Spree gefällt werden müssen. Ebenso fehlen Informationen zu der Anzahl der Parkplätze, die aufgrund des Tram-Ausbaus im Norden wegfallen sollen. Beim Beschluss zur Verlängerung im Dezember 2019 wurde von 875 Stellplätzen gesprochen. Ursprünglich war die Inbetriebnahme des neuen Abschnitts für 2028 geplant, doch diese Frist ist inzwischen fraglich.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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