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Siebenjähriger durch Kugelbombe schwer verletzt: Angeklagter vor Gericht

Markus S. · 31. Juli 2026, 12:40 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Siebenjähriger durch Kugelbombe schwer verletzt: Angeklagter vor Gericht

In der Silvesternacht 2024/2025 wurde ein siebenjähriger Junge in Berlin durch eine explodierende Kugelbombe schwer verletzt. "Ich glaube, ich sterbe jetzt", hatte der Junge noch geäußert, nachdem der Sprengkörper detonierte, während er mit seiner Familie das Feuerwerk beobachtete. Die Staatsanwaltschaft Berlin hat mittlerweile Anklage gegen einen 19-jährigen Verdächtigen erhoben. Ihm werden das Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion, fahrlässige Körperverletzung sowie ein Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz vorgeworfen.

Die Kugelbombe, eine Art Feuerwerkskörper mit hoher Sprengkraft, setzte den kleinen Jungen der massiven Explosion aus. Dr. Martina Hüging, eine Kinderchirurgin der Charité Berlin, erläuterte ein Jahr später, dass der Junge "schwerste Verletzungen hatte, die man normalerweise nur von Berufsunfällen oder aus Kriegsgebieten kennt". Zusammen mit einem weiteren bislang unbekannten Mittäter soll der damals 17-Jährige kurz nach Mitternacht auf dem Emstaler Platz im Berliner Stadtteil Tegel die Kugelbombe in ein Abschussrohr gesetzt und entzündet haben. Das Abschussrohr, das ursprünglich senkrecht stand, fiel um, was dazu führte, dass die Kugelbombe waagerecht über den Platz flog und zwischen den Beinen des Jungen detonierte.

Ein weiterer unbekannter Komplize filmte offenbar die fragliche Situation. Durch die Explosion kam es zu einem Zusammenbruch eines Vordachs, wodurch insgesamt zwölf Personen teils lebensgefährlich verletzt wurden. Laut Staatsanwaltschaft erlitten die Betroffenen schwere Verletzungen und mehrere von ihnen sind weiterhin gesundheitlich beeinträchtigt und befinden sich in medizinischer Behandlung.

Da der Angeklagte zum Zeitpunkt der Tat minderjährig war, wird die Jugendkammer darüber entscheiden, ob das Hauptverfahren eröffnet wird und ob die Verhandlung stattfinden wird. Diese Verhandlungen finden nicht öffentlich statt, und dem Mann droht eine Freiheitsstrafe.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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