Erster Lankwitzer Pflücksalat in 500 Rewe-Märkten erhältlich
Im Juni eröffnete der neue Rewe-Markt an der Malteserstraße, der mit Deutschlands größter Dachfarm verbunden ist. Jetzt wurde die erste Ernte des Lankwitzer Pflücksalats eingefahren. Felix Thomas, Betreiber des Rewe-Marktes, hebt hervor: „Wir bieten mit dem Salat vom Dach etwas, was so kein anderer hat.“ Der frisch geerntete Salat sei ein besonderes Merkmal und verdeutliche den regionalen Charakter dieses Lebensmittelmarktes. Das Motto lautet: Vom Dach ins Regal – ein Teil des Konzepts von Rewe „Green Farming".
Der Lankwitzer Pflücksalat wird in etwa 500 Rewe-Märkten im östlichen Deutschland angeboten und die ersten Ernten wurden bereits ausgeliefert. Erhältlich ist der Salat in einem 100-Gramm-Beutel als Mischung, die zu Beginn aus Bataviasalat, grünem Römersalat, Lollo Rosso und dunkelgrünem Easy Leaf Salat besteht.
Pro Jahr könnten in der Dachfarm bis zu 900.000 Salatmischungen produziert werden. Ein Teil wird direkt im Markt verkauft, während der andere über das Regionallager in Oranienburg verteilt wird. Dies ermöglicht laut der Rewe-Group eine Einsparung von etwa 500.000 Transportkilometern im Vergleich zu Importware aus Südeuropa.
Die Pflanzen wachsen fast ohne Erde, da sie mehrmals täglich mit einer Nährlösung versorgt und mit Regenwasser bewässert werden, welches in einer Zisterne auf dem Dach gesammelt wird. In der 23-tägigen Wachstumsphase rotieren die Pflanzen auf speziellen Trays im Gewächshaus. Nach der Ernte wird der Salat sofort im Markt weiterverarbeitet und für den Verkauf oder Transport verpackt.
Nicolas Leschke, CEO und Gründer von ECF Farmsystems, erklärte zur ersten Ernte: „Heute zieht Landwirtschaft mitten in die Stadt.“ Der Markt demonstriere, wie ungenutzte Dachflächen in urbanen Gebieten zur regionalen Nahrungsmittelproduktion genutzt werden können. Insgesamt kümmern sich vier Mitarbeiter an sieben Tagen in der Woche um die Dachfarm, während die Ernte an sechs Tagen erfolgt. Der Zugang zum Gewächshaus befindet sich im 25 Grad temperierten Bereich und ist nur für autorisierte Personen mit Schutzkleidung zugänglich.
Das Supermarktgebäude selbst ist ebenfalls bemerkenswert, da es größtenteils aus Holz besteht. Dieses Naturmaterial ist sichtbar und prägt den Charakter der Markthalle. Dank der modularen Bauweise können die Holzstrukturen demontiert werden, um ihnen ein zweites Leben zu geben. Rewe plant bereits weitere Holzbauprojekte in Deutschland.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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