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„Liebe statt Hass“: CSD-Zug in Königs Wusterhausen trotzt rechter Gegendemo

Markus S. · 29. August 2026, 18:15 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
„Liebe statt Hass“: CSD-Zug in Königs Wusterhausen trotzt rechter Gegendemo

Rund einen Monat nach dem Berliner CSD-Anschlag haben Hunderte Menschen beim ersten Christopher Street Day in Königs Wusterhausen für mehr Vielfalt geworben. Brandenburgs Innenminister Jan Redmann lobte den Mut der Teilnehmer des CSD. Ein bunter Zug zog unter dem Motto „Liebe statt Hass“ durch die Stadt nahe Berlin. Die Polizei sprach von bis zu 700 Besucherinnen und Besuchern. Trotz einer rechten Gegendemonstration blieb es laut Polizei friedlich. Die beiden Kundgebungen liefen räumlich getrennt.

„Dass ihr euch alle nicht einschüchtern lasst, dass ihr trotzdem kommt, dass ihr von eurem Versammlungsrecht Gebrauch macht, Gesicht zeigt und sagt: Ja, wir sind hier, wir treten für unsere Rechte ein‘ – das ist ein ganz großartiges Zeichen“, sagte der CDU-Politiker Redmann, der schwul ist und offen mit seiner Homosexualität umgeht.

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„Ich glaube, gerade in diesem Jahr braucht es vielleicht auch noch ein bisschen mehr Mut, weil es diesen schrecklichen Anschlag gab, islamistischen Anschlag in Berlin“, sagte Redmann. In Brandenburg gebe es seit einiger Zeit Gegendemonstrationen gegen die CSDs, wozu auch aus dem gewaltbereiten, rechtsextremen Milieu aufgerufen werde. „Die Polizei in Brandenburg steht für eure Sicherheit ein“, sagte der Minister zu.

Rechtsextreme Jugendgruppe hatte Protest angekündigt

Der CSD will ein Zeichen gegen Queerfeindlichkeit, Diskriminierung und Ausgrenzung setzen. Die Mitorganisatorin Sophie Awe sprach von einer „Super-Stimmung“.

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Die rechtsextremistische Jugendgruppierung „Jägertruppe Berlin-Brandenburg“ hatte Protest angekündigt. Sie wird im Verfassungsschutzbericht 2025 für Brandenburg als neues rechtsextremistisches Jugendphänomen bezeichnet.

Während der CSD in Königs Wusterhausen Premiere hatte, war es in Ludwigsfelde im Landkreis Teltow-Fläming am selben Tag die zweite Ausgabe des CSD.

Bei dem Terroranschlag am 25. Juli im Berliner Tiergarten hatte der 21 Jahre alte Attentäter mit einem Van mehrere Passanten am Rande des CSD angefahren, bevor er vermutlich mit einer Machete weitere Menschen verletzte. Eine Frau starb und mindestens 31 Menschen wurden verletzt.

dpa

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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