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„Merz braucht mein Mitleid nicht, schließlich wollte er Kanzler werden“

Markus S. · 03. September 2026, 04:00 Uhr · 5 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
„Merz braucht mein Mitleid nicht, schließlich wollte er Kanzler werden“

Zum Artikel „Merz ist nicht an allem schuld“ vom 1. September

Man kann Ihre Aussage ruhig noch etwas zuspitzen: Abgesehen von der prekären außenpolitischen Lage ist Frau Merkel an fast allem schuld – wer 16 Jahre regiert hat, muss dieses Fazit ertragen. Wenn es heute dem Land glänzend ginge, wäre das nicht das Verdienst von Herrn Merz, sondern das von Frau Merkel und ihren Regierungen. Da es dem Land leider nicht gut geht, ist dies nicht die Schuld von Merz, sondern von Merkel und ihren überwiegend schwachen bis unfähigen Ministern: Hatten wir nicht unter Merkel die schlechtesten Verkehrsminister aller Zeiten – Ramsauer, Dobrindt, Scheuer? Völlig überforderte Verteidigungsministerinnen (von der Leyen, Kramp-Karrenbauer), davor den Blender Guttenberg? Den Mediziner Braun und die Politologin Bär, die die Digitalisierung verschlampt haben? Und so weiter, und so weiter. Herr Merz braucht mein Mitleid nicht, schließlich wollte er mit aller Macht Kanzler werden. Aber das Merkel-Erbe hängt wie ein Mühlstein an ihm.

Wolf-Rüdiger Heilmann, per E-Mail

Zum Artikel „Wird Brüssel das neue Chicago? In Europas Hauptstadt eskaliert die Gewalt“ vom 1. September

Wer den Artikel über das neue Chicago aufmerksam gelesen hat, wird sich sicherlich gefragt haben, ob da tatsächlich Brüssel oder nicht doch das Lagebild unserer deutschen Hauptstadt beschrieben wird. Offenkundig will man uns den einzigen Spitzenplatz in Europa, nämlich den der Kriminalitätsdichte, nun auch noch streitig machen, wird der auf sein Zuhause bedachte Leser wohl gedacht haben. Wenn schon nicht bei der Bildung, dann doch wenigstens vorne sein bei der Kriminalität. Auf nichts ist Verlass, nicht einmal darauf, dass stets die SPD an allem schuld ist, wie schon einst Rudi Carrell lauthals behauptete. Wenn wir bei der bevorstehenden Wahl falsch wählen, werden wir nun wohl nur noch den beschämenden Spitzenplatz bei der regen Müllverteilung im Stadtbild einnehmen können. Brüssel lässt schon mal siegessicher grüßen.

Peter Knief, per E-Mail

Zum Artikel „Hitze-Sommer wäre ohne Klimawandel ‚statistisch unmöglich‘ gewesen“ vom 31. August

Ich weiß nicht, in welchem Deutschland manch einer dieser „Wetter-Experten“ so lebt, ich habe diesen Sommer jedenfalls als einen ziemlich durchschnittlichen Sommer wahrgenommen. Es gab im Sommer 2026 einige heiße Tage und auch, wie gerade jetzt wieder einmal, recht laue und kühle Tage. Die Sonne scheint im Sommer eben anders als in den anderen Jahreszeiten, was ist daran so verwunderlich? Andere Länder, anderer Sonnenschein, wie zum Beispiel in den südlichen Regionen der Welt, da nimmt man den Sommer, so wie er ist, und stellt sich auf ihn ein. Langsam habe ich das Gefühl, dass man gerade hier in Deutschland mit aller Gewalt aus jedem Scheinproblemchen ein Mammut-Problem machen will und muss!

Riggi Schwarz, per E-Mail

Zum Artikel „Neuer Prozess gegen ‚Raketen-Influencer‘: Wird Attalah Younes ausgeliefert?“ vom 28. August

Nun darf Atallah Younes sich wieder unbehelligt in der jordanischen Sonne seines Lebens erfreuen. Na klar, wenn der Richter der Meinung ist, dass der junge Mann davon ausgehen durfte, dass das Fenster, welches von ihm beschossen wurde, der Rakete widerstehen musste, ist ja alles klar. Dann musste er mit Bewährung davonkommen. (...) Unsere Justiz ist schon lieb zu ungezogenen jungen Leuten. Dafür wandern alte Wohnungslose in den Knast, wenn sie 80 Euro wegen Fahrens ohne Ticket nicht zahlen können. (...)

Dietmar Astfalk, per E-Mail

Zum Artikel „Stylishster Papst aller Zeiten: ‚Vanity Fair‘ lobt Leo XIV. für ‚lässigen‘ Stil“ vom 26. August

Papst Leo XIV. weiß, wie sich ein gut angezogener Papst zu kleiden hat.
Der Heilige Vater ist daher immer im besten Sinne sehr gut gewandet. Hinter dem Papst steht keine Ehefrau, die ihn in Sachen Bekleidung berät, anscheinend weiß er ganz alleine, was ihm gut zu Gesichte steht, er hat halt einfach nur einen sehr guten Geschmack.

Klaus P. Jaworek, per E-Mail

Zum Artikel „Bombt Putin eine neue Fluchtwelle herbei?“ vom 25. August

Manchmal fragt man sich, ob das (Atom-)Gleichgewicht des Schreckens durchaus auch seine Schattenseiten hat. Kein vernunftbegabter Europäer dürfte sich einen Krieg in Europa, der in einen Weltkrieg münden würde, wünschen. Ob man allerdings bei einem ehemaligen KGB-Offizier wie Putin von Vernunft ausgehen kann, darf und muss man infrage stellen. Sein Überfall auf die Ukraine hat auch die naivsten Politiker zum Umdenken gezwungen. Und die Fluchtwelle aus der Ukraine interessiert ihn mit Sicherheit nicht. Für Putin stellt der Westen und seine Wertegemeinschaft an sich eine Gefahr dar, weil Liberalität seinen Wertevorstellungen widerspricht und weil die Entstalinisierung in Russland nicht konsequent stattgefunden hat. Und wer seine Affinität zu dem m. E. geisteskranken Führer Nordkoreas, Kim, in Betracht zieht, sollte auch an Putins Feindbild „Westen“ keine Zweifel mehr haben. Leider müssen wir uns wappnen, mehr, als uns lieb ist. 

Dirk Jungnickel, per E-Mail

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Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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