Kostenintensive Studentenwohnungen in Berlin – nur München übertrifft
Studierende in Berlin müssen weiterhin erhebliche Mietkosten einkalkulieren, auch wenn die Preise leicht gesunken sind. Laut dem MLP Studentenwohnreport 2026 beläuft sich die Warmmiete für eine typische studentische Wohnung mit einer Fläche von 30 Quadratmetern auf durchschnittlich 725 Euro. Damit rangiert Berlin hinter München als der zweitteuerste Hochschulstandort in Deutschland.
Für ein durchschnittliches WG-Zimmer in Berlin belaufen sich die monatlichen Kosten auf etwa 659 Euro. In München sind die Preise jedoch noch höher, wo eine Wohnung statistisch 882 Euro und ein Zimmer 849 Euro kosten kann.
Die Studie basiert auf standardisierten Modellen von Wohnungen und WG-Zimmern, um die Hochschulstandorte vergleichen zu können. Es wurde festgestellt, dass die Bafög-Wohnkostenpauschale von derzeit 380 Euro nicht ausreicht, um die Warmmiete einer studentischen Musterwohnung in Berlin zu decken. Selbst eine geplante Erhöhung auf 440 Euro würde weiterhin hinter den tatsächlichen Wohnkosten zurückbleiben.
Bundesweit liegt die aktuelle Pauschale lediglich in Chemnitz im Rahmen der Mietkosten. Dort sind die Preise für eine Wohnung rund 280 Euro und für ein WG-Zimmer 220 Euro.
Laut dem Statistischen Bundesamt gaben Studierende mit eigener Haushaltsführung im Jahr 2025 durchschnittlich etwa 54 Prozent ihres verfügbaren Einkommens für Wohnraum aus, was mehr als doppelt so viel ist wie der Durchschnitt der Gesamtbevölkerung. Der MLP Studentenwohnreport erscheint seit 2019 jährlich und wird gemeinsam von MLP und dem Institut der deutschen Wirtschaft herausgegeben. Die Untersuchung erfasst die Mietentwicklung auf Basis von Daten aus 38 Hochschulstandorten in Deutschland.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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