Neue Bäume für den Breslauer Platz: kleiner Erfolg – großer Jubel
Am Breslauer Platz in Friedenau sollen endlich neue Bäume gepflanzt werden. Und zwar noch in diesem Jahr. Für die Menschen im Kiez ist das natürlich eine gute Nachricht. Es ist aber auch keine Erlösungsmeldung. Über zwei Jahre hat es nun gedauert, bis die Neupflanzung nach dem tragischen Baumsturz verkündet wurde. Es ist also höchste Zeit.

Noch sind die Baumscheiben am Breslauer Platz grün und bunt. Die Pflanzen sollen aber entfernt werden, um Platz für die neuen Bäume zu schaffen.© BM | Leonard Laurig
Dennoch wurde die Nachricht von den Akteuren der Bezirkspolitik ausgiebig gefeiert, möglichst bemüht, die Lorbeeren für die beschlossene Neupflanzung zu ernten. Es ist ja schließlich Wahlkampf. Die Grünen verteilten im Namen ihres Direktkandidaten, Christoph Störmer, Flugblätter an den Haustüren in der Nachbarschaft, um über die „gute(n) Neuigkeiten“ zu informieren. Auch die SPD verschickte extra eine Pressemitteilung, um zu betonen, dass damit endlich eine „zentrale Forderung“ ihrer Fraktion umgesetzt wurde.
Drei neue Rot-Eschen nach Baumsturz am Breslauer Platz
Die eigentliche Meldung klingt dann schon unspektakulärer: Drei Rot-Eschen werden im Rahmen der Berliner Stadtbaumkampagne in die vorhandenen Baumscheiben am Breslauer Platz gepflanzt. An dieser Stelle war Anfang 2024 ein Baum umgestürzt und hatte vier Menschen verletzt. Die beiden anderen Bäume mussten zur Sicherheit gefällt werden.
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Rot-Eschen, so heißt es nun, seien besonders robust und würden sich daher gut als Straßenbäume eignen. Bis zu 15 Meter hoch können sie werden. Die Neupflanzung hatte sich so lange hingezogen, da eine unterirdische Gasleitung im Weg war. Nun wurde eine neue Leitung gelegt. Der Weg für die Bäume ist damit frei.
Am Ende wird es dann vermutlich fast drei Jahre gedauert haben, bis die Neupflanzung umgesetzt wurde. Aber immerhin: Im Kampf gegen den Klimawandel können ruhig auch mal die kleinen Erfolge gefeiert werden. Wahlkampf hin oder her.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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