Hauptstadt Report
Unterhaltung

Volksbad schließt nach erfolgreicher Saison: Lilienthal zieht positive Bilanz

Julian K. · 29. September 2026, 08:20 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Volksbad schließt nach erfolgreicher Saison: Lilienthal zieht positive Bilanz

Heute findet der finale öffentliche Badetag im Volksbad statt. Matthias Lilienthal, Intendant der Volksbühne, zieht trotz aller Diskussionen und steigenden Kosten ein positives Fazit: „Ich habe nur positive Resonanz gekriegt“, äußerte Lilienthal im Gespräch mit dem RBB-„Inforadio“. Das im August eröffnete Volksbad habe den Menschen Freude bereitet und die Perspektive auf das Theater grundlegend verändert. Zudem habe man versucht, die „elementaren Bedürfnisse“ der Berliner zu berücksichtigen.

Das Volksbad, das eine Länge von 25 Metern aufweist, war ursprünglich mit einem Budget von 300.000 Euro kalkuliert worden. Laut RBB belaufen sich die tatsächlichen Kosten für Einrichtung und Betrieb des Schwimmbades jedoch auf über 400.000 Euro. Der Eintritt für die Badegäste war kostenlos, und Tickets konnten im Voraus gebucht werden. In den kommenden Tagen wird das Bad abgebaut.

Im August geriet das Volksbad auch wegen einer geplanten Veranstaltung für Mitglieder der schwarzen Community unter Beschuss. Nach teils rassistischen Äußerungen und Drohungen wurde die Veranstaltung des Vereins „Each One Teach One“ (EOTO) von der Volksbühne abgesagt. Lilienthal äußerte sich dazu: „Diese Geschichte mit EOTO war totaler Scheiß, ich verstehe es bis zum heutigen Tag nicht“. Er betonte, dass alle Schwimmbäder in Berlin regelmäßig für verschiedene Veranstaltungen gesperrt würden. Der öffentliche Druck, der durch die Debatte entstand, machte die Mitarbeiter der Volksbühne und auch ihn persönlich zu Zielscheiben, sodass er sich „nicht mehr vors Haus getraut habe“. Die Situation habe ihm verdeutlicht, welche politische Macht „rechte Streamer“ in Berlin besäßen. „Dafür schäme ich mich“, so Lilienthal.

Artikel teilen mit:

Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben