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Neues Pfandsystem in Berlin: Mehrweggeschirr Pflicht

Julian K. · 02. Oktober 2026, 07:38 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Neues Pfandsystem in Berlin: Mehrweggeschirr Pflicht

In Berlin tritt seit Oktober eine neue Regelung in Kraft, die bei öffentlichen Veranstaltungen die Verwendung von Mehrweggeschirr vorschreibt. Das bedeutet, dass bei Straßenfesten und großen Veranstaltungen Speisen und Getränke nur noch in wiederverwendbaren Tellern, Bechern und mit Besteck angeboten werden dürfen. Darüber hinaus müssen Veranstalter auch ein Pfand auf das Geschirr erheben, wie von der Senatsverwaltung für Umwelt gegenüber dem "rbb" bestätigt wurde.

Die Vorschrift richtet sich an alle Veranstaltungen auf öffentlich zugänglichen Flächen, die eine Genehmigung benötigen, wie etwa Weihnachtsmärkte. Einweggeschirr ist in dieser Hinsicht nicht erlaubt; dies schließt auch kompostierbare oder biologisch abbaubare Materialien ein. Der Senat führte an, dass der Abbau solcher Materialien oft länger dauert als die Bearbeitung in Kompostieranlagen, was diese Regelung rechtfertigt.

Das Pfand wird so festgelegt, dass die Gäste weder das Geschirr mitnehmen noch wegwerfen. Die Höhe kann entweder von der Genehmigungsbehörde bestimmt oder dem Veranstalter selbst überlassen werden. Diese Behörde ist ebenfalls dafür zuständig, die Einhaltung der neuen Vorschriften zu überwachen.

Die neuen Regelungen haben auch Auswirkungen auf Sportvereine, wie Hertha BSC. Bei den Heimspielen im Olympiastadion müssen neben den Getränken auch bestimmte Speisen in Mehrwegbehältern angeboten werden. Laut Vereinsangaben beträgt das Pfand hierfür 3 Euro. Auf Instagram bat der Club die Fans um Verständnis für mögliche Änderungen im Catering-Angebot. Einige Nutzer äußerten sich jedoch skeptisch und befürchten längere Wartezeiten bei der Rückgabe der Behälter. Ein User kommentierte: „An sich ist das gut, aber dann sorgt dafür, dass man den Pfand auch abgeben kann und nicht 1000 Stunden noch warten muss! Mehr Abgabestellen wären z.B. ein sehr guter Anfang.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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