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Pilzsuche in Berlin und Brandenburg: Saison bleibt enttäuschend

Markus S. · 03. August 2026, 05:24 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 3 Aufrufe
Pilzsuche in Berlin und Brandenburg: Saison bleibt enttäuschend

Die Sommerpilz-Saison läuft in Berlin und Brandenburg laut dem Brandenburgischen Landesverband der Pilzsachverständigen (BLP e.V.) nicht gut. Wolfgang Bivour, der Vorsitzende des Landesverbandes, erklärt, dass die Bedingungen für eine erfolgreiche Pilzsuche momentan ungünstig sind. Für gewöhnlich könnten jetzt Pfifferlinge gefunden werden, jedoch sei die Situation aufgrund der Wetterverhältnisse enttäuschend.

Pilze benötigen feuchte Bedingungen und dürfen nicht zu viel Hitze ausgesetzt sein. Selbst wenn es vereinzelt regnet, sei die Feuchtigkeit bei 30 Grad schnell wieder verschwunden, erklärt Bivour. Temperaturen von 35 oder 40 Grad seien für Pilze alles andere als förderlich. Pfifferlinge, die in der Regel von Ende Mai bis November wachsen und relativ tolerante Eigenschaften bezüglich der Temperaturen haben, warten zwar gerne auf ausreichende Feuchtigkeit, aber der Mangel daran macht die Situation katastrophal. Derzeit sei es "tote Hose", fasst der Experte zusammen.

Unter idealen Wetterbedingungen kann das Pilzmyzel im Boden, das für das Wachstum der Pilze verantwortlich ist, auch geringe Mengen an Feuchtigkeit aufnehmen. Besonders, wenn der Boden durch Laub bedeckt und dadurch feucht bleibt, können die Fruchtkörper entstehen und bei passenden Bedingungen an die Oberfläche kommen. Nach langen Trockenperioden zeigen sich Pilze oft erst zwei bis drei Wochen nach starkem Regen.

Zu Beginn des Juni hätte die Situation noch vielversprechend ausgesehen. Der Schwefelporling hatte in dieser Zeit einen starken Schub, auch die Pfifferlinge zeigten sich wohlwollend. Doch die anschließende Trockenheit machte den Pilzen einen Strich durch die Rechnung, und im Juli war praktisch nichts zu finden.

Normalerweise müssten auch Rotfußröhrlinge und Hexenröhrlinge in dieser Zeit wachsen, jedoch leiden auch sie unter den hohen Temperaturen. Laut vorläufigen Angaben des Deutschen Wetterdienstes war der Juli in Berlin außerordentlich warm, wobei es in der Hauptstadt mehr Niederschlag gab als im Durchschnitt, während Brandenburg davon weniger profitierte. Im nördlichen Brandenburg, insbesondere in der Uckermark, meldeten einige Pilzsammler kleine Funde, doch Bivour warnt: "Es lohnt sich nicht, in ganz Brandenburg auf Pilzsuche zu gehen", wobei für Berlin ähnliches gilt; dort sind die Funde regional stark limitiert.

Wer dennoch auf Pilzsuche geht, sollte sich über die Niederschlagsmengen informieren. Die Hauptsaison für die meisten Pilze ist im Herbst, von September bis Oktober. Holzbewohnende Arten wie Austernseitlinge sind weniger von Niederschlägen abhängig, da sie ihre Feuchtigkeit aus dem Holz ziehen. Diese Pilze sind eher im Herbst oder Winter zu finden, während im Hochsommer der verwandte Lungenseitling wächst, aber aufgrund der Hitze schnell vergeht. Bivour weist darauf hin, dass dies Pilze sind, die Spezialisten erfordern, die wissen, wo sie suchen müssen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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