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Verwirrung durch alte Pressemitteilungen auf Berlin.de

Markus S. · 24. Juli 2026, 08:12 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 30 Aufrufe
Verwirrung durch alte Pressemitteilungen auf Berlin.de

Auf der Website berlin.de erschienen am Donnerstagnachmittag mehrere Meldungen, die sich wie aktuelle Informationen des Presse- und Informationsamtes sowie der Senatsverwaltungen lasen. Dazu gehörten Themen wie eine Vorzugsimpfung für 12.000 Berliner Polizisten, eine neue Kampagne im Strafvollzug und das Verbot der Vereinigung „Jama’atu Berlin“. Zunächst schienen diese Nachrichten alltäglich, doch bei genauerem Hinsehen wurden Unstimmigkeiten offensichtlich.

Der Impfstoff AstraZeneca und eine hohe Nachfrage verwiesen eindeutig auf die Anfangszeit der Corona-Impfungen. Tatsächlich hat es in den letzten Jahren kaum noch erhöhte Nachfrage nach dem Impfstoff gegeben. Darüber hinaus waren die aufgeführten Namen von Innensenator Andreas Geisel und Justizsenator Dirk Behrendt nicht mehr aktuell, da die derzeitige Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und die Justizsenatorin Felor Badenberg (CDU) sind. Alle Pressemitteilungen trugen zudem das Datum 23.07.2026, was die Verwirrung weiter verstärkte.

Ein Anruf in der Justizverwaltung führte zu der Feststellung, dass dort zunächst keine Meldung über das Problem vorlag, da alles auf der eigenen Presseseite korrekt war. Offenbar handelte es sich um einen Fehler in der gebündelten Darstellung auf berlin.de. Am Freitagmorgen gab Senatssprecherin Christine Richter Auskunft über den Vorfall und erläuterte, dass insgesamt zehn Pressemitteilungen der Senatsverwaltung für Justiz und der Senatsverwaltung für Inneres aus den Jahren 2019 und 2020 fälschlicherweise als neu versendet wurden. Die Ursache sei ein fehlendes Datumsfeld in den Meldungen gewesen, das vom automatisierten Versandmechanismus falsch interpretiert wurde. Der Fehler wurde am Donnerstagabend bereits behoben.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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