Wiederholte Schäden an der Regenbogenbank im Tiergarten
Die Regenbogenbank, die am Gedenkort für die Opfer des islamistischen Terroranschlags auf den Christopher Street Day (CSD) im Berliner Tiergarten aufgestellt wurde, ist erneut Ziel von Vandalismus geworden. In der Nacht zu Dienstag wurden, wie die Polizei mitteilte, sieben Latten von der Bank entfernt. Zuvor hatte der Rundfunk Berlin-Brandenburg (Rbb) über den Vorfall berichtet. Die Polizei konnte bislang keine Hinweise auf die Täter ermitteln, was auch für frühere Taten gilt.
Die Bank wurde zuletzt am Donnerstagabend, dem 24. September, beschädigt, als eine Latte abmontiert und zwei weitere Latten in Mitleidenschaft gezogen wurden. Nach Angaben einer Polizeisprecherin wurde der entstandene Schaden umgehend am folgenden Tag behoben. Die neuen Schäden sollen ebenfalls schnell repariert werden. Der Gesamtschaden aus allen bisherigen Vandalismusfällen liegt im niedrigen dreistelligen Bereich.
Trotz der wiederholten Angriffe auf die Bank hält das Bezirksamt Mitte unverändert an dem Standort fest. Ein Sprecher des Bezirksamtes betont: „Die Bank steht für Werte wie Vielfalt, Respekt und ein selbstbestimmtes Leben. Wir werden sie immer wieder aufbauen.“ Der Bezirk verurteilt die Zerstörung der Regenbogenbank, da sie ein Symbol der Solidarität mit der queeren Community und den Opfern des CSD-Anschlags ist. „Wer die Bank zerstört, greift auch das friedliche Zusammenleben in unserer Stadt an."
Um die Bank künftig besser vor weiteren Vandalenakten zu schützen, sucht das Bezirksamt intensiv den Austausch mit der Polizei. Auf Anfrage der Berliner Morgenpost erläutert die Polizei, dass sie den Gedenkort nach den Vorfällen nun genauer überwachen möchte. „Die Einsatzkräfte des zuständigen Abschnitts 28 werden für diese Thematik fortlaufend sensibilisiert“, berichtet eine Sprecherin. Der Gedenkort, der im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Berliner CSD steht, sei fest integriert in die tägliche Streifenarbeit der Polizei. „Die Beamten legen dort Haltepunkte ein und bestreifen den Bereich regelmäßig."
Die Ermittlungen zu den Fällen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung dauern an und werden vom Polizeilichen Staatsschutz des Landeskriminalamts durchgeführt. Auf die Frage nach ermittlungstaktischen Maßnahmen, wie der Installation von Kameratechnik zum Schutz, wurde erklärt: „Aus ermittlungstaktischen Gründen können wir dazu keine weiteren Auskünfte geben."
Die Regenbogenbank wurde am 6. August am Ort des Terroranschlags aufgestellt. Bei dem Vorfall am 25. Juli fuhr ein 21-jähriger islamistischer Attentäter mit einem Fahrzeug in eine Menschenmenge, bevor er mit einer Machete weitere Passanten attackierte. Dabei wurde eine Frau getötet und 31 Personen teils schwer verletzt. Der Attentäter wurde einen Tag später von der Polizei erschossen.
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Über den Autor
Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.
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