Sechs Menschen, „eine Stunde reden“: Was bewegt Berlin?
Wann haben Sie zuletzt mit Menschen gesprochen, die manche Dinge ganz anders sehen als Sie? Nicht, um zu widersprechen oder sie von der eigenen Meinung zu überzeugen – sondern um zuzuhören und zu verstehen?

Viele Menschen haben heute das Gefühl, mit ihren Erfahrungen und Sorgen nicht gehört zu werden. Diskussionen werden schnell hitzig, Positionen stehen einander unversöhnlich gegenüber. Gleichzeitig bewegen wir uns häufig in Kreisen, in denen viele ähnlich denken wie wir selbst. Das Gesprächsformat „Eine Stunde reden“ möchte das ändern.
Entwickelt wurde das Format vom Bonn Institute. Die Berliner Morgenpost veranstaltet es in Kooperation mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa).
Die Morgenpost sucht sechs Menschen, die am 2. September über Wohnen miteinander sprechen: offen, respektvoll und fair. So bewerben Sie sich.
Wohnen als Kernthema des Gesprächs
Am 2. September treffen sich sechs Leserinnen und Leser in den Räumen der dpa. Eine Stunde lang sprechen sie über ein Thema, das die Stadt kurz vor der Berlin-Wahl besonders beschäftigt: Wohnen. Es geht um steigende Mieten, fehlende Wohnungen und die Frage, wie Berlin auch künftig für unterschiedliche Menschen lebenswert bleiben kann.
Das Treffen ist als eine Art Gesprächsspiel gestaltet. Klare Regeln sorgen dafür, dass alle zu Wort kommen und ausreden können. Es geht ausdrücklich nicht darum, Recht zu behalten, andere zu überzeugen oder am Ende eine gemeinsame Meinung zu finden. Ziel ist es, andere Perspektiven kennenzulernen und besser zu verstehen, warum Menschen bestimmte Situationen anders wahrnehmen und bewerten. Auch weitere Medienhäuser beteiligen sich an dem Projekt, darunter der rbb, t-online und die Deutsche Welle. Sie laden Menschen aus ihren unterschiedlichen Communitys ein, miteinander ins Gespräch zu kommen.
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Eine Stunde reden: So können Sie teilnehmen
Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Entscheidend sind Ihre persönliche Perspektive, die Bereitschaft zuzuhören und die Offenheit, sich auf andere Menschen einzulassen.
Das Gespräch findet in einem geschützten Rahmen statt und wird nicht als journalistisches Interview geführt. Äußerungen werden anschließend weder einzelnen Teilnehmenden zugeordnet noch als persönliche Aussagen zitiert. Vor Ort entstehen jedoch Fotos und Videoaufnahmen ohne Ton. Im Anschluss möchten wir die Teilnehmenden kurz fragen, wie sie die gemeinsame Stunde erlebt haben und was sie daraus mitnehmen.
Haben Sie Lust, dabei zu sein? Dann bewerben Sie sich. Da nur sechs Plätze zur Verfügung stehen, ist die Anmeldung verbindlich: Bitte melden Sie sich nur an, wenn Sie an dem Termin tatsächlich teilnehmen können.
Die Teilnahme ist kostenlos. Der Zugang ist barrierefrei. Anmelden können Sie sich über den Link.

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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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