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Berliner Sonnenfinsternis: Tempelhofer Feld oder andere Orte?

Markus S. · 11. August 2026, 04:58 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 5 Aufrufe
Berliner Sonnenfinsternis: Tempelhofer Feld oder andere Orte?

Das Wetter könnte sich am Mittwoch günstig für alle Interessierten an der partiellen Sonnenfinsternis und dem Höhepunkt des Perseiden-Stroms entwickeln. Laut der Meteorologin Helga Schees vom Deutschen Wetterdienst (DWD) werden nur wenige Wolken über Berlin und Brandenburg erwartet, die sich voraussichtlich bis zum Abend auflockern. Die Aussichten auf einen klaren Himmel seien "ganz gut". Zwar könnten im Westen Schleierwolken das Licht leicht trüben, jedoch nicht so sehr, dass es die Sicht erheblich beeinträchtigt. Allerdings könnte die Schleierbewölkung in der Nacht nach Osten ziehen und damit einige Sternschnuppen des Perseiden-Stroms verdecken, wobei die schwächeren Meteore möglicherweise nicht sichtbar sind. "Die kräftigsten Sternschnuppen bekommt man jedoch mit," erklärte sie.

Astronomie-Begeisterte dürfen sich auf die doppelte Attraktion in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag freuen. Die partielle Sonnenfinsternis beginnt um 19:15 Uhr über Berlin und Brandenburg. Um 20:08 Uhr wird der Mond etwa 85 Prozent der Sonne verdecken, was die maximale Bedeckung in dieser Region darstellt. Um 20:37 Uhr ist das Naturereignis wieder vorbei. Während Deutschland nur im Halbschatten liegt, wird es in einigen Teilen Spaniens zu einer totalen Sonnenfinsternis kommen.

Experten warnen eindringlich davor, ohne bestimmte Sonnenfinsternisbrillen zu beobachten. „Bitte, bitte nur mit einer Sonnenfinsternisbrille,“ appellierte Monika Staesche, stellvertretende Vorständin der Stiftung Planetarium Berlin. Auch bei der Langen Nacht der Astronomie im Zeiss-Großplanetarium werden solche Brillen kostenlos verteilt, während man sie auch bei Optikern erwerben kann. Ein Blick ohne diese Brillen kann ernsthafte Schäden an der Netzhaut verursachen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betont, dass auch die hohe Abdeckung der Sonne durch den Mond oder die Dämmerung keine ausreichende Schutzmaßnahme darstellen.

Die Sonnenfinsternis wird relativ niedrig am Horizont sichtbar sein; die Sonne versinkt gegen 20:37 Uhr. Bei der Stiftung Planetarium Berlin wird ein klarer Blick nach West-Nordwest empfohlen, was in Berlin auf dem Tempelhofer Feld möglicherweise problematisch sein könnte. In Brandenburg hingegen kann man auf einem freien Feld oder höhergelegenem Gelände bessere Sichtverhältnisse erwarten.

Wer die letzte Sonnenfinsternis-Brille aufbewahrt hat, sollte ihren Zustand überprüfen. Falls Kratzer, Löcher oder Risse vorhanden sind, rät das BfS von einer Nutzung ab. Außerdem sollten diese Brillen den europäischen Standards entsprechen (DIN EN ISO 12312-2:2015). Direktes Blicken durch Ferngläser oder Kameras auf die Sonne ist ebenfalls hochgefährlich und erfordert spezielle Filter.

Nur wenige Stunden nach der partiellen Sonnenfinsternis erreicht der Perseiden-Strom seinen Höhepunkt. Dieser Meteorschauer kann dieses Jahr besonders gut beobachtet werden, da Neumond herrscht. Die besten Beobachtungszeiten sind zwischen 23:00 und 4:00 Uhr morgens, wenn helle Meteore in die Erdatmosphäre eindringen und verglühen. Diese schnellen Objekte bewegen sich mit etwa 60 Kilometern pro Sekunde, was 216.000 Kilometern pro Stunde entspricht. Der Name Perseiden leitet sich von ihrem scheinbaren Ursprung im Sternbild Perseus ab.

Die Temperaturen werden laut Schees am Mittwochabend angenehm bei etwa 20 Grad liegen. Nachts sollte man sich jedoch wärmer anziehen, denn in Berlin wird mit rund 14 Grad gerechnet. In ländlicheren Gebieten Brandenburgs, die wegen geringerer Lichtverschmutzung für die Beobachtung des Perseiden-Stroms geeignet sind, können die Temperaturen sogar unter zehn Grad sinken, so wie im Baruther Urstromtal, wo etwa 8 Grad erwartet werden.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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