Staupe unter Füchsen: Warnung für Hundehalter in Berlin
Die Fuchshilfe Berlin hat Alarm geschlagen: In den Regionen Zehlendorf/Wannsee und Schmargendorf breitet sich aktuell die Staupe unter den Wildfüchsen aus. Laut Angaben des Vereins wurden in den letzten zehn Tagen insgesamt 15 Fälle registriert.
In einem Beitrag auf Instagram berichtete die Fuchshilfe, dass die Polizei kürzlich einen erkrankten Fuchs aus Zehlendorf holte. Die Anzeichen der Krankheit waren auf einem Video zunächst nicht eindeutig zu erkennen. Das Tier verstarb jedoch, bevor ein Test auf Staupe durchgeführt werden konnte. Rückblickend seien die typischen Symptome der Erkrankung jedoch eindeutig erkennbar gewesen.
Die Anzeichen einer Staupe-Infektion umfassen unter anderem leichte bis schwere Zuckungen, verklebte und lichtempfindliche Augen sowie einen verstärkten Speichelfluss. Darüber hinaus zeigen betroffene Tiere einen starken Durst aufgrund von Fieber, nehmen in fortgeschrittenen Stadien keine Nahrung mehr zu sich und wirken geschwächt, wobei sie teils mit den Beinen einknicken. Auch Apathie und das Fehlen von Fluchtreflexen gelten als mögliche Symptome.
Die Fuchshilfe richtet einen dringenden Appell an die Hundehalter: Sie sollen den Impfstatus ihrer Tiere überprüfen, insbesondere die SHP-Impfung, die gegen Staupe, Hepatitis contagiosa canis und Parvovirose schützt. Die Staupe ist eine hochgradig ansteckende Krankheit, die ausschließlich bei Hunden und hundeartigen Tieren wie Füchsen und Waschbären vorkommt. Für Menschen und Katzen besteht kein Risiko. In der Wildnis verläuft die Erkrankung gemäß Informationen der Fuchshilfe stets tödlich.
Wer ein auffällig krank wirkendes Wildtier entdeckt, wird gebeten, ein Video der Fuchshilfe zuzusenden und die Telefonnummer (+49 0 1515 430 4890) zu kontaktieren. In eindeutigen Fällen rät der Verein, die Polizei zu benachrichtigen, um weiteres Leid der betroffenen Tiere zu vermeiden.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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