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Stefan Evers gelassen trotz Provokationen am Wahltag

Julian K. · 20. September 2026, 12:39 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Stefan Evers gelassen trotz Provokationen am Wahltag

Am Sonntag gab es an den Berliner Wahllokalen zahlreiche Stimmabgaben, und die Wahlbeteiligung lag bis zum Mittag höher als im Jahr 2023. Der besondere Tag war auch für den CDU-Spitzenkandidaten Stefan Evers von Interesse, der in der Emmanuel-Lasker-Schule in Friedrichshain-Kreuzberg seine Stimme abgab. Umringt von Obdachlosen musste er sich einige Beleidigungen anhören, blieb jedoch ruhig und gelassen. Auf die Beschimpfungen eines wartenden Mannes antwortete Evers, dass er nichts gegen Punkrock habe und einen besseren Standort für die „Potse“, eine bedeutende Kulturstätte, vorschlagen könne. Er fügte hinzu: „Wer in Berlins Politik nicht sturmfest ist, darf nicht in die Politik gehen.“

Zuvor gaben verschiedene Politiker ihre Stimmen ab, darunter auch die AfD-Spitzenkandidatin Kristin Brinker, die gut gelaunt ein Wahllokal in Steglitz besuchte. Die Wahlbeteiligung bis zum Sonntagmittag betrug 27,9 Prozent der Wahlberechtigten, was eine Steigerung im Vergleich zur Wahl im Jahr 2023 darstellt, als nur 23,4 Prozent bis zur gleichen Uhrzeit gewählt hatten. Die höchsten Werte wurden im Bezirk Treptow-Köpenick gemeldet, während Mitte die niedrigsten Verzeichnisse vorweisen konnte.

Die Berliner Polizei war während der Wahl mit 1100 Einsatzkräften präsent, um für Ordnung zu sorgen. Es gab vereinzelt kleinere Zwischenfälle, wie Sachbeschädigungen und Körperverletzungen, die jedoch den Ablauf der Wahl nicht erheblich störten. Zudem entfernte die Polizei illegal aufgehängte Plakate in der Nähe der Wahllokale; ihrer Bitte nach, im Zweifel direkt mit den Wahlhelfern Kontakt aufzunehmen, kamen sie nach.

In einem erfreulichen Schritt dürfen dieses Jahr erstmals auch 16-Jährige an bestimmten Wahlen teilnehmen, was die Teilnahme diverser Bevölkerungsgruppen fördert. In einem Fall kam eine Wählerin, die keine deutsche Staatsangehörigkeit besitzt, aber dank europäischem Recht an der Bezirksverordnetenversammlung teilnehmen durfte. Dies zeigt das Engagement der EU-Bürger, aktiv an ihrem Wohnort mitzuentscheiden, auch wenn sie bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus nicht abstimmen können.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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