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Playmobil-Kunst in Prenzlauer Berg: Kleine Figuren, große Wirkung

Julian K. · 15. Oktober 2026, 05:49 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 19 Aufrufe
Playmobil-Kunst in Prenzlauer Berg: Kleine Figuren, große Wirkung

In Prenzlauer Berg ergeben sich zurzeit kleine Kunstentdeckungen für aufmerksame Passanten. An Schaufenstern und Hauswänden sind die Playmobilfiguren zu finden, die alles andere als zufällig dort positioniert wurden. Hinter diesen Installationen steckt das kreative Streetart-Duo "I see something little", das in Berlin zunehmend an Bekanntheit gewinnt.

Die kleinen Kunstwerke sind mittlerweile in vier Ländern sichtbar, doch besonders aufgefallen sind sie in Berlin, speziell im Bezirk Mitte. Ein Beispiel ist eine künstlerische Installation an der Weidendammbrücke, wo die Streetart-Künstler mit einer Obdachlosen-Figur auf den kommenden Winter hinwiesen und zur Unterstützung des Berliner Kältebuses aufriefen.

Jetzt hat das Duo seine Kunst nach Prenzlauer Berg ausgeweitet. An verschiedenen Stellen im Kiez entstanden neue Szenerien, unter anderem vor dem Geschäft „Der Aussteiger“ in der Danziger Straße, der Eisdiele Hokey Pokey und einem Whisky-Shop.

Das zugrunde liegende Konzept ist einfach, aber effektiv. Die Figuren werden an alltäglichen Orten platziert und interagieren mit der Umgebung. So wird aus einer Mauerkante eine Baustelle und ein Schaufenster verwandelt sich in eine Bühne. Dies zieht Passanten an, die oft im Vorbeigehen auf ihre Handys schauen, und zaubert ihnen ein Lächeln ins Gesicht. Der Reiz dieser Kunstform liegt darin, dass sie keine Eintrittskosten verursacht und keinen Museumsbesuch erfordert, sondern lediglich ein wenig Aufmerksamkeit einfordert.

Die kleinen Figuren stehen über dem Eisladen „Hokey Pokey“ in der Stargarder Straße. Dass sie ausgerechnet vor einer Eisdiele und einem Whisky-Shop erscheinen, passt hervorragend zu den Charakteristika des Viertels. Prenzlauer Berg ist bekannt für seine kleinen Geschäfte und Cafés, die dazu einladen, beim Spazierengehen innezuhalten. Die Miniaturen fügen sich harmonisch in das Ambiente ein und setzen einen humorvollen Akzent. Für die Ladenbetreiber sind sie zudem ein attraktiver Anblick, der potenzielle Kunden anlockt.

An dem Geschäft „Der Aussteiger“ in der Danziger Straße klettert eine der Playmobilfiguren empor. Die unauffälligen Figuren scheinen fast bescheiden vor der beeindruckenden Kulisse der Berliner Straßenkunst, die von riesigen Wandmalereien und farbenfrohen Graffiti geprägt ist. Diese Bescheidenheit macht sie jedoch umso auffälliger. Allerdings sollte man sich beeilen, wenn man die Figuren entdecken möchte. Streetart ist vergänglich, und immer wieder werden die Installationen abgebaut oder entnommen, wie die Posts des Künstlerduos zeigen.

Ein Tipp für einen Wochenendspaziergang: Beginnen Sie in der Danziger Straße 41 beim Outdoorladen „Der Aussteiger“, besuchen Sie die Eisdiele „Hokey Pokey“ in der Stargarder Straße 72 und gönnen Sie sich eine Kugel Eis – auch im Herbst (täglich geöffnet von 12 bis 19 Uhr). Alternativ können Sie Raritäten in der Knaackstraße 70 entdecken, in der Nähe der Kulturbrauerei. Halten Sie die Augen offen, denn vielleicht steht schon die nächste Figur am Wegesrand.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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