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Friedensdemo am Brandenburger Tor zieht 5800 Teilnehmer an

Julian K. · 03. Oktober 2026, 14:20 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Friedensdemo am Brandenburger Tor zieht 5800 Teilnehmer an

Vor dem Brandenburger Tor fanden sich am Samstag 5800 Menschen ein, um für Frieden und Abrüstung zu demonstrieren. Ursprünglich waren mehr als 40.000 Teilnehmer eingeplant, allerdings blieb die Zahl hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem war die Stimmung lautstark, als der Zug um 14.30 Uhr unter blauen Fahnen mit weißen Tauben in Richtung Reichstag aufbrach.

Die Slogans mögen traditionell sein, doch die Themen sind aktueller denn je. "Es geht immer mehr in Richtung Krieg, den dann unsere Kinder führen müssen", äußerte eine Mutter eines 14-Jährigen am Rande der Veranstaltung. Sie betonte die Notwendigkeit, dies mit allen diplomatischen Mitteln zu verhindern. Barbara Biadaz-Hennig, eine pensionierte Lehrerin, fügte hinzu: "Kinder dürfen nicht kriegstüchtig gemacht werden. Sie müssen friedenstüchtig gemacht werden." Zusammen mit ihrem Kollegen Edgar Vögel, beide Mitglieder der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), wollten sie ein Zeichen gegen die Kriegsvorbereitungen der Bundesregierung setzen. Vögel kritisierte den Rüstungshaushalt von 100 Milliarden Euro, der in Bereichen wie Infrastruktur, Bildung und Gesundheitswesen fehlen würde.

Zusätzlich nahmen Mitglieder von anderen Gewerkschaften, Friedensbündnissen und Parteien wie den Linken, BSW und DKP an der Demo teil. Letztere suchten traditionell den Schulterschluss mit Russland. Unter dem Motto "Nein zu Hochrüstung, Wehrpflicht und Krieg! – Für Frieden, demokratische Rechte und soziale Sicherheit" fordert das Aktionsbündnis das Ende der Militarisierung in Deutschland. Bei der Demo waren auch Palästina- und einigermaßen Russlandflaggen vertreten.

Parallel fanden in Stuttgart ebenfalls Friedensdemonstrationen statt, wo unter anderem ein Video-Grußwort von Margot Käßmann, der ehemaligen EKD-Ratsvorsitzenden, erwartet wurde. Laut den Veranstaltern wurde der Protest in Berlin und Stuttgart von rund 300 Organisationen und Initiativen unterstützt, einschließlich der internationalen katholischen Friedensorganisation Pax Christi.

Bereits am Freitag demonstrierten in Berlin rund 20.000 Menschen gegen eine mögliche Wehrpflicht und Aufrüstung, laut Veranstaltern. Die Polizei schätzte die Teilnehmerzahl allerdings auf nur 3.000.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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