Wahlhelfer Berlin 2026: Infos zu Anmeldung & Erfrischungsgeld
Die Berlin-Wahl 2026 findet am 20. September statt. Gewählt werden ein neues Abgeordnetenhaus sowie die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen (BVV). Für die Durchführung der Wahlen werden Wahlhelfer benötigt, die am Wahltag die Durchführung der Wahl begleiten und die Stimmen auszählen.

Wahlhelfer erhalten für ihren Einsatz ein sogenanntes Erfrischungsgeld bzw. einen Freizeitausgleich. Bei der Bundestagswahl 2025 waren in Berlin mehr als 36.000 Menschen als Wahlhelfer im Einsatz. Für die Berlin-Wahl 2026 werden laut Landeswahlleiter etwa 40.000 Interessierte gesucht. Ende Juni wurden demnach noch 1500 Wahlhelfer gesucht.
Als Wahlhelfer kann jeder tätig werden, der selbst zur Wahl des Abgeordnetenhauses wahlberechtigt ist. Der Hauptwohnsitz in Berlin ist nicht erforderlich. Wahlbewerber, Vertrauenspersonen von Wahlvorschlägen, Berufsrichter sowie Mitglieder von Wahlausschüssen sind von der ehrenamtlichen Tätigkeit ausgeschlossen.
Wer Wahlhelfer werden möchte, kann seine Bereitschaft dafür online erklären. Hier gelangen Interessierte zur Bereitschaftserklärung. Bei der Anmeldung muss man angeben, ob man in einem Urnen- oder Briefwahllokal eingesetzt werden möchte, welche Funktion man wünscht und ob es weitere Personen gibt, mit denen man eingesetzt werden will. Das Bezirkswahlamt meldet sich dann. Wer seine Interesse bereits hinterlegt hat, wird frühzeitig angeschrieben.
Wahlhelfer in Berlin: Erfrischungsgeld und Aufwandsentschädigung – der Überblick
Für den Einsatz am Wahltag bekommen Wahlhelfer ein Erfrischungsgeld. Wahlvorsteher und ihre Stellvertreter sowie Schriftführer können bis zu 120 Euro bekommen. Für Beisitzende und Auszähler der Briefwahl winken bis zu 100 Euro. Zusätzlich gibt es noch Entschädigungen für absolvierte Schulungen (in Präsenz 40 Euro oder online 25 Euro).

Wahlhelfer erhalten ein sogenanntes Erfrischungsgeld.© FUNKE Foto Services | Reto Klar
Gesucht wurden zuletzt auch noch sogenannte Reservekräfte. Bei Reservekräften handelt es sich um Personen, die sich am Wahlsonntag für einen möglichen Einsatz bereithalten, sollte ein eingesetzter Wahlhelfer ausfallen. Dafür sind kurze Wege hilfreich. Auch wer nicht eingesetzt wird, erhält eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 20 Euro. Bei einem tatsächlichen Einsatz wird selbstverständlich das Erfrischungsgeld der jeweiligen Funktion ausgezahlt.
Wahlhelfer der Berliner Verwaltung können sich auch für ein gemindertes Erfrischungsgeld und Freizeitausgleich (je nach Rolle ein halber bis eineinhalb Tage Dienstbefreiung) entscheiden. In diesem Fall beträgt das Erfrischungsgeld für die Wahlvorsteher und Schriftführer sowie ihre Stellvertreter 70 Euro und für jedes weitere Mitglied des Wahlvorstandes 50 Euro. Besondere Regelungen gibt es außerdem für Mitarbeiter der Landesbehörden wie BVG oder BSR.
News zur Berlin-Wahl 2026
In diesen Bezirken wurden Wahlhelfer zuletzt noch gesucht
Diese Aufstellung des Landeswahlleiters stammt vom 29. Juni 2026:
- Charlottenburg-Wilmersdorf: 300 Wahlhelfende als Vorstehende und Schriftführende, 150 Beisitzende und 50 Reservekräfte
- Reinickendorf: 230 Wahlhelfende als Vorstehende und Schriftführende in den Briefwahllokalen
- Pankow: 50 Wahlhelfende als Vorstehende und Schriftführende und 50 Beisitzende in den Ortsteilen Karow, Niederschönhausen, Prenzlauer Berg, Buchholz, Pankow, Weißensee, Heinersdorf sowie nur Beisitzende in Wilhelmsruh
- Tempelhof-Schöneberg: 150 Wahlhelfende als Vorstehende und Schriftführende, vorwiegend für die Reserve in den Ortsteilen Lichtenrade, Marienfelde und Mariendorf
- Lichtenberg: 100 Reservekräfte für Urnenwahllokale und 50 für Briefwahllokale. Darüber hinaus weiterer Bedarf an Hilfspersonen
- Mitte, Spandau, Marzahn-Hellersdorf: Reservekräfte für Wahlhelfende als Vorstehende und Schriftführende
Berlin-Wahl 2026: Was sind die Aufgaben der Wahlhelfer?
Wahlhelferinnen und Wahlhelfer sind Mitglieder von Wahlvorständen. Pro Wahllokal werden dafür sieben bis neun Bürgerinnen und Bürger eingesetzt. Ein Wahlvorstand hat unter anderem die Aufgaben, für die ordnungsgemäße Durchführung der Wahl zu sorgen. Die Wahlhelferinnen und -helfer überprüfen im Wahllokal die Wahlberechtigung und den Wahlschein der Wählenden und geben die Stimmzettel aus. Nach Abschluss der Wahl zählen sie die Stimmen und ermitteln ein vorläufiges Wahlergebnis.

Wahlhelfer werden unter anderem für die Auszählung der Stimmen benötigt.© DPA Images | Hannes P Albert
Hintergründe zur Berlin-Wahl 2026
Die Wahlvorstände müssen bereits vor Öffnung der Wahllokale um 8 Uhr Vorbereitungen treffen. In der Regel ab 7 Uhr bringen die Wahlhelfer am Wahlsonntag die Beschilderung des Wahllokals an und legen die Wahlmaterialien bereit. Bis 18 Uhr sind die Wahllokale geöffnet. Danach folgt die Auszählung. Diese kann – je nach Umfang der Wahl – einige Stunden dauern. Pausen sind nach Absprache möglich.
bee
- Polizei sucht Verdächtige nach Überfall am Kottbusser Tor
- Wieder fahrende U3: Wittenbergplatz weiterhin gesperrt
Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
Kommentare (0)
Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!