Hauptstadt Report
Politik

Verwicklungen zwischen Linken und Clanmitgliedern bei Wahlfeier

Julian K. · 29. September 2026, 05:36 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Verwicklungen zwischen Linken und Clanmitgliedern bei Wahlfeier

Die Verbindungen zwischen dem Remmo-Clan und der Linkspartei in Berlin stehen im Fokus der Berichterstattung nach dem deutlichen Erfolg von Elif Eralp und ihrer Partei. Auslöser war das Auftauchen des Clan-Chefs Issa Remmo während der Wahlfeier der Linken im Neuköllner Ballhaus. Ein Bericht aus den Medien legt nahe, dass Remmo nicht der einzige Clan-Angehörige vor Ort war. Laut dem "Tagesspiegel" sollen auch zwei Social-Media-Aktivisten des Barbakh-Clans anwesend gewesen sein.

Berichten zufolge interviewte einer dieser Aktivisten den Spitzenkandidaten der Linken in Neukölln, Ahmed Abed. Die Linkspartei konnte in Neukölln 32 Prozent mit ihrer Bezirksliste erzielen und verbesserte sich damit im Vergleich zur letzten Wahl erheblich. Abed hat ambitionierte Pläne, gemeinsam mit SPD und Grünen Bezirksbürgermeister zu werden, ist jedoch nicht unumstritten. Er sorgte unter anderem im Oktober letzten Jahres für Aufsehen, als er den Bürgermeister von Bat Yam, Tzvika Brot, als "Völkermörder" bezeichnete.

Die mögliche Präsenz von Clanmitgliedern bei der Wahlfeier wirft Fragen auf. Abed ließ sich bei der Wahlparty von einem Barbakh-Clan-Mitglied filmen und erklärte dabei: „Wir wollen, dass die Menschen ‚Freiheit für Palästina‘ rufen können – ohne Probleme zu bekommen.“ Der Barbakh-Clan stammt ursprünglich aus Gaza, und zahlreiche Familienmitglieder sind nach dem Angriff der Hamas 2023 nach Deutschland, speziell nach Berlin-Neukölln, geflüchtet. Berichten zufolge gilt diese Familiengruppe in Ermittlerkreisen als eine zentrale Kraft hinter den propalästinensischen Demonstrationen in Berlin, und der Name wird in vielen polizeilichen Ermittlungen geführt.

Artikel teilen mit:

Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben