Hauptstadt Report
Wirtschaft

Zukunft des Baumarkts in Köpenick nach Hellweg-Insolvenz

Markus S. · 22. September 2026, 12:36 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Zukunft des Baumarkts in Köpenick nach Hellweg-Insolvenz

Mit bunten Plakaten macht Hellweg auf den Räumungsverkauf in seinem Baumarkt an der Salvador-Allende-Straße 115 in Köpenick aufmerksam. Der Slogan „Wir schließen! Alles muss raus!“ kündigt das Ende dieses Standorts an, das nach der Insolvenz im Juni 2023 entschieden wurde. Die Dortmunder Baumarktkette Hellweg Die Profi-Bau- & Gartenmärkte GmbH & Co. KG hat Insolvenz in Eigenverwaltung angemeldet. Dies betrifft ebenfalls das Tochterunternehmen BayWa Bau- & Gartenmärkte. Als Gründe für die Schieflage wurden steigende Einkaufspreise, hohe Mieten, inflationsbedingte Kosten und eine schwächelnde Konsumlaune genannt.

Für die geschlossenen Märkte war anfangs unklar, welche Konkurrenzfilialen sie übernehmen würden. Währenddessen kündigten einige der Mitarbeiter, ohne dass der Betrieb sofort zum Stillstand kam. Doch inzwischen steht fest, dass Hornbach Baumarkt AG die Filiale in Köpenick übernehmen wird. Hornbach plant zusätzlich, im Frühjahr 2027 sechs neue Standorte in Deutschland zu eröffnen. In einer Mitteilung des Unternehmens heißt es: „Die Insolvenz von Hellweg hat neue Möglichkeiten eröffnet, um noch mehr Kunden und deren Projekte bedienen zu können.“ Dies führt Hornbach näher an die Marke von 200 DIY-Megastores in den kommenden Jahren.

Hornbach ist auf Expansionskurs und hat konkrete Vereinbarungen für die Übernahme von Märkten in Ahrensfelde, Dortmund-Kley, Essen-Borbeck, Freiberg, St. Augustin und Köpenick getroffen. Hierzu bleibt eine Prüfung durch das Bundeskartellamt sowie eine gerichtliche Bestätigung des Insolvenzplans abzuwarten. Der Übernahmeprozess für die genannten Märkte soll Anfang Dezember 2026 stattfinden, bevor sie in Hornbach-Bau- und -Gartenmärkte umgewandelt werden. Die Neueröffnungen sind für den Frühjahr 2027 angedacht.

Erich Harsch, Vorstandsvorsitzender der Hornbach Baumarkt AG, erklärt: „Wir suchen ständig nach neuen Standorten. Die Entwicklungen im DIY-Sektor in Deutschland bieten Chancen, unser Marktnetz zu erweitern und Marktanteile zu gewinnen.“ Christa Theurer, Vorständin, ergänzt, dass bei der Standortwahl auf regionale Gegebenheiten und lokale Bedürfnisse geachtet wird. Ein geschultes Team soll eine qualifizierte Beratung und beste Serviceleistungen gewährleisten.

Die Schließung von Hellweg sorgt bereits seit einigen Wochen für rege Diskussionen in sozialen Medien. In einer Facebook-Gruppe äußerten sich Nutzer teils positiv über die Entscheidung. Eine Person merkte an, dass Hellweg überteuert sei und hätte sich stattdessen einen Hornbach-Markt gewünscht. Ein anderer Kommentar lautete, dass das Ende von Hellweg abzusehen war. Zudem wurde in den sozialen Netzwerken angemerkt, dass Hornbach, wie von Familienangehörigen eines Mitarbeiters berichtet, keine der Hellweg-Mitarbeiter übernehmen werde, doch dies blieb offiziell unbestätigt.

Artikel teilen mit:

Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben