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IT-Sicherheitslücke weltweit: Berlin bleibt bisher schadfrei

Markus S. · 22. Oktober 2026, 13:48 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 14 Aufrufe
IT-Sicherheitslücke weltweit: Berlin bleibt bisher schadfrei

Die vermeintliche globale IT-Sicherheitslücke hat in Berlin und Brandenburg bislang keine Schäden verursacht. Zahlreiche Einrichtungen hatten präventiv ihre Webseiten vom Netz genommen, dazu zählen diverse Behörden sowie die Berliner Charité. Viele dieser Seiten sind inzwischen wieder online.

Die Freie Universität Berlin gab bekannt, dass mittlerweile viele Systeme wieder in Betrieb genommen werden konnten, dennoch könne es bis Freitag dauern, bis alle Dienste vollständig wieder verfügbar sind. Auch die Webseiten der Universität Potsdam sowie die der Charité und des Ernst-von-Bergmann-Klinikums in Potsdam sind erneut abrufbar.

Eine Ausnahme bildeten am Donnerstagnachmittag die Internetwachen der Polizei in Berlin und Brandenburg, die weiterhin nicht erreichbar waren. Die Webseite des Berliner Abgeordnetenhauses wurde jedoch wieder online geschaltet. Zudem berichtete die S-Bahn Berlin, dass ihre Internetseiten wieder uneingeschränkt funktionieren.

Die Berliner Charité erklärte, dass die vorübergehende Abschaltung nicht auf einen Hackerangriff zurückzuführen sei, sondern präventive Maßnahmen zur Vermeidung eines Angriffs darstellte. Neuigkeiten über eine weltweite IT-Sicherheitslücke führten dazu, dass die offizielle Webseite der Charité und weitere zugehörige Seiten offline genommen wurden. Bis Donnerstag seien alle notwendigen Sicherheitsupdates installiert worden, was jedoch keine Auswirkungen auf die Arbeit der Charité hatte, lediglich die Sichtbarkeit nach außen wurde eingeschränkt, was zu einem Ausfall der Online-Terminbuchungen führte.

Die Freie Universität informierte am Mittwochabend über vorsorglich eingeschränkte IT-Dienste und dass ab 16 Uhr verfügbare Updates zur Behebung der Schwachstelle eingespielt werden. Die Arbeiten würden voraussichtlich bis Donnerstagmorgen andauern.

Die kritische Sicherheitslücke betrifft Institutionen weltweit und steht im Zusammenhang mit der weit verbreiteten Programmiersprache PHP, die einen Großteil des Internets unterstützt. Laut dem IT-Sicherheitsunternehmen Huntress, dem Bundes-CERT und dem offiziellen PHP-Sicherheitsteam handelt es sich um eine akute Notfallsituation, die schnelles Handeln erforderlich macht.

Sicherheitsexperten warnen unter dem Namen „PHP2Shell“ vor zwei kritischen Schwachstellen in PHP, die als extrem gefährlich eingestuft werden. Kriminelle könnten diese Schwachstellen ausnutzen, um Schadcode auf betroffenen Servern fernzusteuern. Dies gibt Angreifern möglicherweise die vollständige Kontrolle über Webseiten, was sie zur Abgreifung sensibler Daten oder zur Vorbereitung weiterer Cyberangriffe nutzen könnte.

Da vorzeitige Informationen zur Schwachstelle an die Öffentlichkeit gelangten, stehen Betreiber von Internetseiten unter großem Druck, um umgehend Sicherheitsupdates zu installieren. IT-Experten raten dringend, sofort Kontakt zu Systemadministratoren, IT-Dienstleistern oder Webhosting-Anbietern aufzunehmen und die bereitgestellten Sicherheitsupdates ohne Verzögerung einzuspielen.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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