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Roggenernte erweckt ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer

Berliner Morgenpost — Berlin · 22. Juli 2026, 10:41 Uhr · 1 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Roggenernte erweckt ehemaligen Todesstreifen der Berliner Mauer

An der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße wurde wieder Roggen geerntet, was frischen Schwung auf dem früheren Todesstreifen bringt. In der heutigen Ernte wurden, geschätzt, zwischen 300 und 400 Kilo Roggen durch Helfer mit einem Mähdrescher eingebracht.

Gut die Hälfte dieser Ernte wird verwendet, um Mehl für Brote und Brötchen herzustellen, die Besucher in der Kapelle der Versöhnung kosten können. Auch für traditionelle Lebkuchen und Oblaten, die während des Weihnachtsfestes genutzt werden, findet der Roggen Anwendung, wie die Stiftung Berliner Mauer bekannt gab.

Die Fläche an der Bernauer Straße, an der die Mauer einst Familien voneinander trennte und Fluchtversuche gefährlich machten, wird jedes Jahr mit 0,2 Hektar Getreide bewirtschaftet. Bereits kurz nach dem Fall der Mauer pflanzten Anwohner Lupinen, um das frühere Grenzgebiet lebendiger zu gestalten.

Heute wird das Roggenfeld von der Humboldt-Universität betreut und ist ein fester Bestandteil der Gedenkstätte, die zur Erinnerung an die Mauer und ihre Geschichte beiträgt. Der 13. August markiert in diesem Jahr den 65. Jahrestag des Mauerbaus.

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