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Galeria in Berlin: Filialen könnten dichtgemacht werden

Berliner Morgenpost — Berlin · 22. Juli 2026, 10:23 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Galeria in Berlin: Filialen könnten dichtgemacht werden

Bei der Warenhauskette Galeria stehen 33 Filialen auf der Kippe, da das Unternehmen deren Rentabilität evaluiert. Galeria hat die betroffenen Standorte bekannt gegeben und plant Gespräche mit Vermietern über Mietkonditionen und mögliche Flächenanpassungen.

Sollten sich keine tragfähigen Lösungen finden, könnte es zu Schließungen kommen. An einigen Standorten, darunter die bekannten Galeria-Filialen in Berlin am Alexanderplatz, Hermannplatz und Kurfürstendamm, laufen bereits Gespräche, während bei den restlichen 24 Filialen diese nun beginnen sollen.

Die zu prüfenden Standorte in Berlin sind: Alexanderplatz, Hermannplatz, Kurfürstendamm und Spandau. Die Ausgangslage ist hierbei unterschiedlich. Insbesondere am Alexanderplatz besteht aufgrund hoher Mietbelastungen akuter Handlungsbedarf, obwohl dieser Standort gute Erträge liefert. Die Filiale in Spandau hingegen soll durch eine Optimierung der Flächenstruktur zukunftssicher gemacht werden.

Tilo Hellenbock, Geschäftsführer von Galeria, betont, dass jeder Standort individuel betrachtet wird. Er stellt klar: "Wir werden jeden Standort einzeln und ergebnisoffen betrachten." Die Entscheidung über die Schließungen ist zum jetzigen Zeitpunkt noch offen.

Philipp Kretzer, Chief Sales Officer, erklärt, dass Berlin ein zentraler Markt für Galeria ist. Das Unternehmen möchte in der Hauptstadt präsent bleiben, ist jedoch gezwungen, sich den aktuellen Marktbedingungen anzupassen, was kompaktere Flächen und ausgewogene Mietverträge bedeutet. Galeria betont, dass alle Warenhäuser profitable Betriebsmodelle entwickeln müssen, um ihre Zukunft zu sichern.

Parallel zu diesen Entwicklungen hat Galeria kürzlich eine neue Kreditlinie von bis zu 160 Millionen Euro erhalten, die allerdings an einen Sanierungsplan gebunden ist, welcher auch Schließungen umfasst. Der Konzern beabsichtigt, mit diesem neuen Geld bestehende Schulden zu begleichen und die Mietzahlungen, die in den letzten Monaten oft nicht oder nur teilweise geleistet werden konnten, zu decken.

Wegen seiner finanziellen Schwierigkeiten hatte Galeria zuletzt im Jahr 2024 Insolvenz angemeldet. Der Mutterkonzern Signa trägt maßgeblich zur aktuellen prekären Situation bei. Seit dem Sommer 2024 mussten bereits neun Filialen schließen, und Galeria steht nun unter der Kontrolle einer US-Investmentgesellschaft.

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