Hauptstadt Report
Welt

Aquarium Berlin feiert 113 Jahre – Eine spannende Entdeckung

Markus S. · 16. August 2026, 06:17 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Aquarium Berlin feiert 113 Jahre – Eine spannende Entdeckung

In diesem Jahr feiert das Berliner Aquarium an der Budapester Straße in Berlin-Mitte sein 113-jähriges Jubiläum. Das denkmalgeschützte Gebäude war in den letzten drei Jahren geschlossen, während es umfangreichen Modernisierungen unterzogen wurde. Am Dienstag, dem 18. August, wird es anlässlich seines Geburtstags wieder für Besucher geöffnet. Dies ist der ideale Moment, um einen Blick auf die Geschichte des Aquariums durch verschiedene Zahlen, Fakten und interessante Details zu werfen.

Das Aquarium, das als erste Indoor-Tieranlage der Welt gilt, entstand als Nachfolger eines ursprünglichen Aquariums, das von dem Zoologen Alfred Brehm an der Ecke Schadowstraße und Unter den Linden erbaut wurde. Der Bau begann zwischen 1911 und 1913, und die offizielle Eröffnung fand am 18. August 1913 statt. Die beeindruckende Krokodilhalle, die sich über 170 Quadratmeter erstreckt, war das Herzstück der Anlage und stellte die erste begehbare Freianlage eines Zoos innerhalb eines Gebäudes dar, die heute noch existiert.

Im Aquarium lebte von 1927 bis 1943 ein Komodowaran namens Moritz, der als sehr friedlich galt und seinem Tierpfleger durch das gesamte Gebäude folgte, fast wie ein Hund, so die Informationen des Zoos.

Seit der Eröffnung steht vor dem Aquarium eine Nachbildung eines fünf Meter hohen Dinosauriers, einem Iguanodon. Auch auf der Fassade sind verschiedene Dinosaurier abgebildet, die auf die fossilen Vorfahren mancher Tiere im Aquarium hinweisen. Krokodile gehören wie die Dinosaurier zu den Archosauriern.

Die Geschichte des Aquariums wurde während des Zweiten Weltkriegs durch einen Bombenangriff fast vollständig zerstört. Der Wiederaufbau dauerte mehrere Jahre, der Grundriss blieb jedoch unverändert. 1952 wurde das Erdgeschoss wiedereröffnet, gefolgt von dem Terrarium 1956 und dem Insektarium 1959. Bis 1968 soll das Aquarium die artenreichste Sammlung weltweit besessen haben. In den 70er und 80er Jahren fanden umfangreiche Modernisierungen statt, und 1983 wurde das Aquarium erneut eröffnet.

Heute beherbergt das Aquarium rund 20.000 Tiere aus etwa 1000 Arten (Stand: Dezember 2025). Einige Arten, wie Korallen und Ameisen, werden in Kolonien gezählt. Der öffentliche Bereich erstreckt sich über drei Etagen: die erste mit Fischen, die zweite mit Reptilien und die dritte mit Insekten und Amphibien. Darüber hinaus gibt es zwei zusätzliche Etagen, die nur für Mitarbeiter zugänglich sind. Die Fischbecken fassen zusammen etwa 1 Million Liter Wasser, wobei das größte Becken 120.000 Liter umfasst. Das gesamte Gebäude hat eine Fläche von 8100 Quadratmetern, von denen ein großer Teil für Technik und Tierzucht genutzt wird.

Laut Zoo wird im Aquarium die umfangreichste Quallenzucht der Welt betrieben, mit 25 verschiedenen Quallenarten, von denen viele im Polypenstadium sind. Rund die Hälfte der Arten wird regelmäßig bis zum erwachsenen Stadium gezüchtet.

Für die Salzwasserfische wurde früher Wasser aus der Nordsee nach Berlin transportiert. Heutzutage wird es direkt mit 76 unterschiedlichen Salzen gemischt, um die verschiedenen Wasserarten für die Aquarienbewohner zu gewährleisten. Das Futter für die Tiere wird teilweise selbst im Aquarium gezüchtet, einschließlich Heuschrecken und Meeresplankton. Außerdem wachsen unter dem Dach Bananenstauden, deren Früchte regelmäßig geerntet werden.

Artikel teilen mit:

Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

Kommentare (0)

Noch keine Kommentare. Schreiben Sie den ersten!

Kommentar schreiben