Rave the Planet: Polizei bilanziert Demo mit 39 Festnahmen
Die Versammlungen sind nun beendet, und die Teilnehmer kehren nach Hause zurück, wie die Polizei via Onlinedienst X mitteilte. Neben der Hauptdemonstration "Rave the Planet" fand auch die "Fuckparade" statt, die als kleinerer Protest galt. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Polizei bereits 39 Personen festgenommen, unter anderem wegen Verdachts auf Körperverletzung und weitere Straftaten.
In einer ersten Bilanz der Techno-Parade "Rave The Planet" im Berliner Tiergarten wurde von der Polizei eine positive Rückmeldung gegeben. Ein Polizeisprecher betonte, das Event sei im Verhältnis zur Teilnehmerzahl weitgehend störungsfrei verlaufen. Es gab vereinzelt Straftaten, darunter Betrugsfälle, Beleidigungen und Körperverletzungen sowie Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz. Bis gegen 19:15 Uhr waren insgesamt 16 vorübergehende Festnahmen dokumentiert.
Die Feuerwehr meldete ebenfalls eine entspannte Situation. Bis zum Abend gab es nur wenige Einsätze, bei denen Menschen in umliegende Kliniken gebracht werden mussten. Die Feuerwehr unterstützt den Sanitätsdienst des Veranstalters mit rund 200 Helfern, zusätzlich zu den regulären etwa 600 Kräften.
Laut Veranstaltern nahmen mehrere Hunderttausend Menschen an "Rave the Planet" teil, während die Polizei gegen 17:30 Uhr von Zehntausenden sprach. Für die Parade waren im Vorfeld 300.000 Teilnehmer angemeldet. Die Polizei warnte die Besucher vor Taschendieben, da in Gedränge oft Wertsachen unbeaufsichtigt gelassen werden. Als Schutzmaßnahme wird empfohlen, Handys, Geldbörsen und andere Wertgegenstände eng am Körper zu tragen.
Am Großen Stern gibt es einen Präventionsstand der Polizei, der Informationen zu Taschendiebstahl und Drogenprävension bietet. Matthias Roeingh, besser bekannt als Dr. Motte, sorgte auf der Demonstration für musikalische Unterhaltung.
Das Event zieht internationales Publikum an, darunter auch Paare aus Dänemark und Schweden, die über die Jahre regelmäßig an solchen Veranstaltungen teilnehmen. Auch die Gegendemo war laut, jedoch wesentlich kleiner und friedlich.
Die Bahnhöfe Brandenburger Tor und Bundestag sind aufgrund der Veranstaltung vorübergehend geschlossen, und die Polizei empfiehlt die Nutzung anderer Bahnhöfe in der Nähe.
Um ein sicheres Feiererlebnis zu gewährleisten, ist die Berliner Polizei mit mobilen Wachen an drei zentralen Punkten entlang der Parade präsent. Die Stimmung bleibt ausgelassen, während sich die Besucher auf der Straße des 17. Juni vergnügen. Am Großen Stern sorgte ein Wasserwerfer für Erfrischung, begleitet von jubelndem Publikum, das fröhlich im Wasser tanzte.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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