68-Jähriger gesteht Vergewaltigungen in Berlin
In einem Verfahren wegen einer Reihe von Vergewaltigungen, bei denen Frauen betäubt wurden, hat ein 68-Jähriger sein Vergehen im Berliner Landgericht eingeräumt. Der Angeklagte, der beschuldigt wird, 14 Frauen sexuell angegriffen zu haben, erklärte über seinen Verteidiger Jochen Schöfthaler: „Die Vergewaltigungen räume ich ein.“ Er bestätigte auch, dass der in der Anklage dargestellte Ablauf der Taten zutreffen soll, ließ jedoch zunächst keine weiteren Einzelheiten verlauten. Über die Details könnte eventuell zu einem späteren Zeitpunkt gesprochen werden.
Die Berliner Staatsanwaltschaft hat in diesem Zusammenhang 22 Straftaten aus den Jahren 2016 bis 2022 angeklagt. Die Anklage beinhaltet Beschuldigungen wie Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung und die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs. Von den betroffenen Frauen nehmen vier als Nebenklägerinnen an dem Prozess teil.
Laut den Ermittlungen lernte der Beschuldigte die Frauen, die zwischen 50 und 60 Jahre alt seien, über Online-Dating-Plattformen kennen. Durch die Verwendung von Schlafmitteln in Kombination mit Alkohol soll er die Frauen bewusstlos gemacht und vergewaltigt haben. Zudem gibt es Vorwürfe, dass er bei einigen der Taten Fotos und Videos angefertigt hat.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Berlin wurden diese Aufnahmen durch einen Hinweis der Polizei in Verden an der Aller entdeckt. Diese Ermittlungen bezogen sich auf einen verstorbenen Mann, der angeblich ein Chat-Partner des Angeklagten war. Die ermittelnden Behörden stellten fest, dass die Frauen von den Taten nichts wussten und erst im Zuge der Ermittlungen durch die Videos erfuhren, was ihnen widerfahren war. Die Staatsanwaltschaft vermutet, dass insgesamt 58 Frauen betroffen sein könnten, wobei zehn mutmaßliche Opfer noch nicht identifiziert wurden.
Das Landgericht hat bereits mehrere Verhandlungstage bis zum 1. Oktober angesetzt, der Prozess wird am 18. August fortgesetzt. Die Staatsanwaltschaft plant zudem, neben einer Verurteilung auch die Anordnung der Sicherungsverwahrung nach einer möglichen Haftstrafe zu beantragen.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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