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Verspätungen beim RE1 wegen Bauverzögerungen am Bahnhof Fangschleuse

Markus S. · 21. August 2026, 16:03 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Verspätungen beim RE1 wegen Bauverzögerungen am Bahnhof Fangschleuse

Das Zugangebot auf der bedeutenden Pendlerstrecke des RE1 wird durch Verzögerungen beim Bau des neuen Bahnhofs Fangschleuse in der kommenden Woche nicht wie geplant ausgeweitet. Reisende zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) sind mit Verspätungen konfrontiert.

Ursprünglich war die Fertigstellung des zweiten Gleises an der Station Fangschleuse, die in der Nähe des Tesla-Werks liegt, für Anfang der Woche angedacht. Die Deutsche Bahn (DB) gab jedoch am Nachmittag bekannt, dass sich die Arbeiten voraussichtlich um zwei Wochen hinziehen werden. "In Fangschleuse verkehren die RE1-Züge der ODEG weiterhin ausschließlich über Bahnsteig 4," hieß es in der Mitteilung.

Der RE1 gilt als stark frequentierte Verbindung zwischen Berlin und Frankfurt (Oder). Der neu errichtete Bahnhof Fangschleuse wurde am vergangenen Wochenende eröffnet, jedoch nicht wie ursprünglich geplant am Morgen, sondern erst verspätet am Abend. Die Bahn teilte zudem mit, dass ab Dienstag, dem 25. August, das Angebot der Linie RE1 nicht vollständig bereitgestellt werden kann, da es zu Verzögerungen bei einigen Bauleistungen kommt.

Lars Gehrke, Geschäftsführer der ODEG, erklärte, dass der Fahrplan aufgrund des noch nicht in Betrieb genommenen zweiten Gleises wahrscheinlich nicht stabil sein wird. Die ODEG strebt jedoch an, einen Halbstunden-Takt für die Verbindung zwischen Berlin und Frankfurt (Oder) anzubieten. Für die Bauarbeiten ist die Tochtergesellschaft der Bahn, DB InfraGo, verantwortlich.

Laut Aussagen der ODEG werden die Verstärkerzüge während der Hauptverkehrszeiten, die in der Regel längere Züge sind, nicht eingesetzt. Dies bedeutet, dass jeweils vier Züge am Morgen und am Nachmittag in jede Richtung fehlen. Auf der positiven Seite können Reisende ab Dienstag wieder direkt zwischen Berlin-Ostbahnhof und Frankfurt (Oder) fahren, was den Umstieg in Erkner von der S-Bahn auf den Regionalexpress überflüssig macht. Auch die Eurocity-Züge zwischen Berlin, Frankfurt (Oder) und Polen sowie der Güterverkehr sollen laut DB wieder planmäßig auf der Strecke fahren.

Dennoch äußerte Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) seinen Unmut über die Bauverzögerungen: "Ich erwarte, dass die DB InfraGO ihren Betrieb endlich in den Griff bekommt, statt fortlaufend neue, kurzfristige Einschränkungen zu verkünden, die Fahrgäste und Verkehrsunternehmen ausbaden müssen." Er betonte, dass solche Vorfälle seinen Standpunkt zur Verstaatlichung der Bahninfrastruktur bekräftigten: "Ein bundeseigener Konzern, der nicht einmal seine eigenen Baustellen verlässlich organisieren kann, braucht klare politische Steuerung statt Konzernlogik."

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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