Polizei schießt auf flüchtenden Autofahrer in Berlin
Bei einer Fahrzeugkontrolle in Mitte wurde ein 40-jähriger Autofahrer von einem Polizisten angeschossen. Er befindet sich nicht in Lebensgefahr, so ein Sprecher der Polizei. Der Mann musste mit einer Schussverletzung am Bein in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Beamten führten die Kontrolle aufgrund des Verdachts der Trunkenheit am Steuer und eines Verkehrsunfalls durch.
Bereits vor der Kontrolle war der Autofahrer einem Duo von außer Dienst befindlichen Polizisten aufgefallen. Gegen 21:15 Uhr bemerkten sie, wie der Fahrer auf der Chausseestraße über den Radweg fuhr, um andere Fahrzeuge zu überholen, und dabei Radfahrer abdrängte. Dies führte dazu, dass einige Radler von ihren Fahrrädern springen mussten. Der Mann soll zudem mehrere Unfälle verursacht und andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht haben. Die beiden Polizisten alarmierten schließlich ihre Kollegen.
Der Fahrer konnte an der Karl-Liebknecht-Straße Ecke Spandauer Straße in der Nähe des Alexanderplatzes gestoppt werden. Als die Polizisten ihn anhalten wollten, beschleunigte der Mann plötzlich sein Fahrzeug und ramte sowohl ein weiteres Auto als auch den Polizeiwagen. Er raste dann in Richtung eines Beamten, woraufhin ein Polizist einen Schuss abfeuerte, der den Mann am Bein traf.
Nach seiner Festnahme leistete der 40-Jährige Widerstand, sodass das Distanzelektroimpulsgerät eingesetzt werden musste. Er gab während der Behandlung an, unter dem Einfluss von Drogen zu stehen. Der Fahrer sieht sich nun wegen mehrerer Delikte konfrontiert, unter anderem wegen des Verdachts eines illegalen Autorennens und des Fahrens unter Drogeneinfluss.
Da ein Polizeibeamter im Dienst von seiner Dienstwaffe Gebrauch machte, ermittelt routinemäßig auch eine Mordkommission. Für mehrere Stunden war die Karl-Liebknecht-Straße zwischen Alexanderplatz und Spandauer Straße in beide Richtungen für die Ermittlungen gesperrt. Zudem wurden die Buslinien 100 und 300 umgeleitet und es kam auf der Linie 200 zu Verzögerungen.
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Über den Autor
Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.
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