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Hackerangriff auf Berlin: IT-Experte kritisiert fahrlässiges Handeln

Markus S. · 05. September 2026, 11:50 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 2 Aufrufe
Hackerangriff auf Berlin: IT-Experte kritisiert fahrlässiges Handeln

Manuel Atug, ein IT-Experte, hat nach dem Hackerangriff auf das Land Berlin und dem massiven Abfluss sensibler Daten schwere Vorwürfe erhoben. In einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur äußerte er sich entrüstet: „Das Land Berlin hat grob fahrlässig gehandelt und vorsätzlich die Geheimschutz-Vorgaben nicht eingehalten.“ Sein Schock über die Vorfälle ist deutlich: „Ich bin darüber wirklich schockiert und sprachlos.“

Atug, der Gründer und Sprecher der AG Kritis ist, führt in seiner Arbeit Sicherheitsberatungen für kritische Infrastrukturen durch. Zu diesen essenziellen Bereichen zählen unter anderem Energie, Informationstechnologie, Transport, Gesundheit sowie Wasser- und Ernährungsversorgung. Ihr Ausfall kann schwerwiegende Folgen für die öffentliche Sicherheit und die Versorgung der Bevölkerung nach sich ziehen.

Besonders alarmierend ist für ihn die offensichtlich mangelhafte Anwendung der strengen Vorschriften für die Speicherung und Verarbeitung geheimer Verschlusssachen, die in solchen Fällen gelten. Atug wurde bereits zweimal als Fachmann in den Berliner Innenausschuss eingeladen, in den Jahren 2023 und 2025, wo er die Verantwortlichen eindringlich auf gravierende Sicherheitsmängel hingewiesen hatte: „Ihr betreibt desolate Cybersicherheit. Ihr müsst euch dringend um eure Sicherheitsprozesse kümmern.“

Seine Warnung, dass eine Missachtung der Sicherheitsvorkehrungen ernsthafte Konsequenzen nach sich ziehen werde, scheint sich nun bewahrheitet zu haben. Am Freitag wurden nach dem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung etwa 1,44 Millionen Dateien mit insgesamt 5,8 Terabyte an Daten im Darknet veröffentlicht. Die Hackergruppe Rhysida hatte die Daten bereits im August unbemerkt entwendet und ein Lösegeld von 30 Bitcoin, was etwa zwei Millionen Euro entspricht, gefordert. Laut Berichten zahlte der Senat das Lösegeld nicht.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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