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Eralp schließt Koalition mit BSW vor Berlin-Wahl 2026 aus

Julian K. · 16. September 2026, 16:13 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 3 Aufrufe
Eralp schließt Koalition mit BSW vor Berlin-Wahl 2026 aus

Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken für die bevorstehenden Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin, hat eine mögliche Kooperation mit dem BSW klar ausgeschlossen. In einem Podcast von "Politico" erklärte sie: "Das kann ich mir absolut nicht vorstellen." Sie kritisierte das BSW scharf und merkte an: "Das BSW hat sich gerade angedient, zum Steigbügelhalter für eine rechtsextreme Partei in Sachsen-Anhalt zu werden." Daher komme es für sie nicht in Frage, eine solche Partei zu unterstützen.

Die Wahl zum neuen Landesparlament in Berlin steht vor der Tür, und Umfragen lassen ein sehr enges Rennen zwischen den Parteien erwarten. Laut einer aktuellen Insa-Umfrage im Auftrag der "Bild" erreichen sowohl die CDU als auch die Linke jeweils 20 Prozent. Die AfD kommt auf 18 Prozent, gefolgt von den Grünen mit 16 Prozent und der SPD mit 12 Prozent. Das BSW scheint mit 5 Prozent stabil unter der Fünf-Prozent-Hürde zu liegen.

Auf die Frage nach ihren bevorzugten Koalitionspartnern antwortete Eralp, sie wolle zunächst die stärkste Kraft werden und ins Rote Rathaus einziehen. Sie betonte, dass es mit der SPD und den Grünen die meisten Gemeinsamkeiten gebe, insbesondere in Bezug auf das zentrale Thema Mieten. Während die Linke für die Vergesellschaftung von Immobilienunternehmen, die mehr als 3.000 Wohnungen besitzen, eintritt, habe die SPD laut ihrem Spitzenkandidaten Steffen Krach diese Initiative nicht in ihrem Programm.

In ihrem Wahlwerbespot auf Instagram stellte Eralp irrtümlicherweise das falsche Rathaus vor. Während sie die Wahl erklärt, blendet der Spot das Rechtstädtische Rathaus in Danzig ein, statt das bekannte Rote Rathaus in Berlin. Auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur räumte die Linke den Fehler ein und kündigte an, den Beitrag zu korrigieren.

Steffen Krach, der Spitzenkandidat der SPD, zeigte sich überzeugt, dass ein von ihm geforderter Mietendeckel für Berlin in naher Zukunft kommen wird. Er argumentierte, dass die Mietenproblematik auch in anderen Bundesländern relevant sei und nannte dabei unter anderem München. Krach hofft, dass auch die Ministerpräsidenten aus Bayern und Nordrhein-Westfalen Druck auf die CDU im Bund ausüben werden.

Die Wahlumfragen zeigen ein sehr knappes Rennen zwischen der CDU und der Linken. Eine Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag des ZDF sah die CDU bei 21 Prozent und die Linke bei 23 Prozent. Die AfD lag bei 17 Prozent, die Grünen bei 16 Prozent und die SPD bei 10 Prozent. Das BSW fällt dabei auf nur 3 Prozent und würde den Einzug ins Abgeordnetenhaus somit verpassen.

Angesichts der anstehenden Wahl kritisierte CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers die Linke als Sicherheitsrisiko, da sie die Polizei nicht ausreichend unterstützen wolle. In einem Austausch mit Eralp auf "Welt TV" stellte Evers fest, dass die Sicherheit in Berlin ernsthaft gefährdet sei.

Eralp konterte, dass sie für den Schutz aller Lebensformen in Berlin eintrete und mehr in Prävention sowie Dialog investieren wolle. Sie plädierte dafür, die gesellschaftlichen Spannungen abzubauen und allen Menschen ein sicheres Gefühl in der Stadt zu geben.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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