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Berlin-Wahl 2026: Mögliche Koalitionen und Ausgangslage

Markus S. · 17. September 2026, 08:45 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 31 Aufrufe
Berlin-Wahl 2026: Mögliche Koalitionen und Ausgangslage

Die Spannung steigt vor der Berliner Wahl am 20. September 2026. Die entscheidenden Fragen betreffen nicht nur die neue Regierende Bürgermeisterin oder den neuen Regierenden Bürgermeister, sondern auch die zukünftige Zusammensetzung des Abgeordnetenhauses. Nach der Schließung der Wahllokale könnte die Klärung dieser Punkte jedoch einige Zeit in Anspruch nehmen, da die aktuellen Umfragen ein sehr knappes Ergebnis erwarten lassen.

Bereits jetzt lassen sich jedoch einige mögliche Konstellationen ausschließen. Für eine alleinige Zweierkoalition, unabhängig von den gewählten Parteien, wird es voraussichtlich schwierig, eine Mehrheit im Landesparlament zu erzielen. Vielmehr zeigen die Anzeichen, dass sich drei Parteien zusammenschließen müssen, was auf möglicherweise hitzige Sondierungen und Verhandlungen hinweist.

Aktuell regiert in Berlin eine Koalition aus CDU und SPD mit Kai Wegner (CDU) als Regierendem Bürgermeister. Wegner hat bereits angekündigt, nicht erneut für dieses Amt zu kandidieren. Sein Rücktritt als Spitzenkandidat der CDU am 10. Juli fiel inmitten von Debatten und Enthüllungen zu falschen Aussagen beim Krisenmanagement während eines Stromausfalls im Januar.

Laut Umfragen wird der Wahlabend spannend werden, da CDU, Linke, AfD und Grüne in den Erhebungen - je nach Zugehörigkeit - zwischen 17 und 22 Prozent liegen. Die SPD liegt mit 12 bis 15 Prozent auf dem fünften Platz und die FDP sowie BSW scheinen nicht ins Parlament einzuziehen.

In Bezug auf mögliche Koalitionen nach der Wahl scheint eine Zweier-Partnerschaft, basierend auf den aktuellen Werten, unmöglich. Eine Koalition von CDU und SPD würde, inklusive der Fünf-Prozent-Hürde, lediglich 35 Prozent erreichen, was eindeutig zu wenig für eine Mehrheit ist. Sogar eine von der Berliner CDU oft ausgeschlossenes Bündnis mit der AfD würde nur zu 38 Prozent führen.

Eine realistische Option wäre die rot-grün-rote Koalition aus Linken, Grünen und SPD, die bei den aktuellen Umfragen eine parlamentarische Mehrheit mit 53 Prozent anstreben könnte. Wenn die Linke ihre guten Umfragewerte bestätigen kann, wird Elif Eralp die neue Regierende Bürgermeisterin dieser Koalition. Laut einer aktuellen Forsa-Umfrage genießen die Linken zusammen mit den Grünen und der SPD eine Zustimmung von 37 Prozent.

Eine weitere Möglichkeit wäre eine Kenia-Koalition aus CDU, Grünen und SPD. Hier könnte die CDU unter Stefan Evers als führende Partei hervorgehen. Sollten die Grünen in den letzten Wahltagen aufholen, wären sie die dominante Stimme in dieser Konstellation, was zu Werner Graf als neuem Senatschef führen könnte. Eine solche Kenia-Koalition hätte ebenfalls einen Sitzanteil von 53 Prozent im Abgeordnetenhaus, wobei eine schwarz-grün-rote Koalition nur neun Prozent Zustimmung erreicht.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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