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Wahlhelfer in Berlin 2026: Alles zum Anmelden und Vergütung

Markus S. · 08. September 2026, 07:20 Uhr · 3 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Wahlhelfer in Berlin 2026: Alles zum Anmelden und Vergütung

Die Wahlen in Berlin sind für den 20. September 2026 angesetzt. An diesem Tag werden sowohl ein neues Abgeordnetenhaus als auch die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) gewählt. Um den Wahlprozess zu unterstützen, sind Wahlhelfer vonnöten, die am Wahltag die Wahl begleiten und die Stimmen auszählen. Diese Helfer erhalten für ihre Arbeit ein Erfrischungsgeld beziehungsweise einen Freizeitausgleich. Bei der Bundestagswahl 2025 waren in Berlin über 36.000 Wahlhelfer aktiv. Für die bevorstehenden Wahlen 2026 plant man, etwa 40.000 Freiwillige einzuwerben. Laut Landeswahlleiter waren Ende Juni 2026 noch 1500 Wahlhelfer erforderlich.

Jeder Bürger, der wahlberechtigt ist, kann als Wahlhelfer tätig werden. Ein Hauptwohnsitz in Berlin ist dafür nicht zwingend notwendig. Allerdings sind Wahlbewerber, Vertrauenspersonen von Wahlvorschlägen, Berufsrichter und Mitglieder von Wahlausschüssen von der ehrenamtlichen Tätigkeit ausgeschlossen. Interessierte an einer Wahlhelfer Tätigkeit können ihre Bereitschaft online anmelden. Bei der Registrierung sollte angegeben werden, ob die Person in einem Urnen- oder Briefwahllokal eingesetzt werden möchte, welche Rolle sie einnimmt und ob sie in einem Team mit weiteren Personen arbeiten möchten. Das Bezirkswahlamt wird sich zeitnah mit den angemeldeten Personen in Verbindung setzen.

Für den Einsatz am Wahltag erhalten die Wahlhelfer ein Erfrischungsgeld. Wahlvorsteher und deren Stellvertreter sowie Schriftführer können bis zu 120 Euro verdienen. Beisitzende und Stimmenzähler der Briefwahl erhalten bis zu 100 Euro. Darüber hinaus gibt es Entschädigungen für absolvierte Schulungen, die in Präsenz 40 Euro oder online 25 Euro betragen.

Zusätzlich werden noch Reservekräfte gesucht, die am Wahlsonntag bereitstehen, falls ein gemeldeter Wahlhelfer ausfällt. Diese Reservekräfte sollten in der Nähe wohnen, um schnell einspringen zu können. Auch wenn sie nicht eingesetzt werden, erhalten sie eine Aufwandsentschädigung von 20 Euro. Bei einem Einsatz wird selbstverständlich das Erfrischungsgeld für die jeweilige Funktion gezahlt.

Wahlhelfer aus der Berliner Verwaltung haben die Möglichkeit, ein reduziertes Erfrischungsgeld sowie einen Freizeitausgleich zu wählen, was zwischen einem halben und anderthalb Diensttagen liegen kann. In diesem Fall beträgt das Erfrischungsgeld für Wahlvorsteher, Schriftführer sowie deren Stellvertreter 70 Euro und für weitere Mitglieder des Wahlvorstands 50 Euro. Zudem gelten spezifische Regelungen für Mitarbeiter der Landesbehörden, wie beispielsweise der BVG oder BSR.

In den letzten Aufrufen des Landeswahlleiters vom 29. Juni 2026 war in folgenden Bezirken Bedarf an Wahlhelfern festgestellt worden:

- Charlottenburg-Wilmersdorf: 300 Positionsinhaber und 150 Beisitzende, zusätzlich 50 Reservekräfte.
- Reinickendorf: 230 Positionsinhaber in den Briefwahllokalen.
- Pankow: 50 Positionsinhaber und 50 Beisitzende in verschiedenen Ortsteilen.
- Tempelhof-Schöneberg: 150 Positionsinhaber mit Vorzug bei den Reservekräften in Lichtenrade, Marienfelde und Mariendorf.
- Lichtenberg: 100 Reservekräfte für Urnenwahllokale und 50 für Briefwahllokale.

Die Aufgaben der Wahlhelfer beinhalten die Überprüfung der Wahlberechtigung und des Wahlscheins der Wähler sowie die Ausgabe der Stimmzettel. Nach der Wahl zählen sie die Stimmen und erstellen ein vorläufiges Wahlergebnis. Der Wahlvorstand, dem in der Regel sieben bis neun Wahlhelfer angehören, muss bereits vor der Öffnung der Wahllokale um 8 Uhr die Vorbereitungen treffen, was in der Regel ab 7 Uhr erfolgt.

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Markus S.

Über den Autor

Markus S. Chefredakteur

Mit über 15 Jahren Erfahrung im Hauptstadtsjournalismus leitet Markus S. die Redaktion von Hauptstadt-Report.de. Sein Fokus liegt auf der politischen Berichterstattung aus dem Berliner Senat und der Einordnung komplexer gesellschaftlicher Entwicklungen. Er steht für kompromisslose Unabhängigkeit, präzise Analysen und die Einhaltung höchster journalistischer Standards.

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