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Wassermelonen-Anstecker von BSW-Kandidat sorgt für Aufregung

Julian K. · 17. September 2026, 10:09 Uhr · 2 Min. Lesezeit · 1 Aufrufe
Wassermelonen-Anstecker von BSW-Kandidat sorgt für Aufregung

Bei der TV-Debatte der Spitzenkandidaten zur Berlin-Wahl 2026 sorgte der BSW-Kandidat Michael Lüders mit einem Wassermelonen-Anstecker für Aufregung. Der Anstecker zeigt den Umriss von Israel zusammen mit den palästinensischen Gebieten und ist in den schwarz-rot-grünen Farben dargestellt, was den palästinensischen Farben entspricht.

Während der RBB-"Wahlarena" am Mittwochabend wurde Lüders gefragt, ob er mit diesem Symbol die Existenz Israels infrage stellen wollte. Seine Antwort war ausweichend, und er bezeichnete den Anstecker als ein Zeichen für den palästinensischen Widerstand. Diese Symbolik wurde bereits im Mai vom Bundesamt für Verfassungsschutz thematisiert. Laut deren Webseite wird die Wassermelone als ein Zeichen der Solidarität mit Palästina betrachtet, wobei es problematisch sei, wenn der Umriss Israels in den palästinensischen Farben dargestellt wird.

Im Verlauf der Diskussion wurde auch deutlich, dass es zwischen den möglichen Koalitionspartnern SPD und Linken erhebliche Differenzen gibt. Besonders bei den Themen Enteignung und innere Sicherheit prallten die Auffassungen aufeinander. Steffen Krach von der SPD distanzierte sich von den Plänen der Linken und wies auf die hohen Entschädigungen hin, die bei Enteignungen großer Wohnungsunternehmen anfallen würden. Er betonte, dass er nicht wolle, dass „der größte Scheck in der Geschichte Berlins an Vonovia geht“.

Krach kritisierte die Linken auch scharf und verglich sie mit der Strategie von Friedrich Merz, indem er sagte: „Sie sind der Friedrich Merz des Berliner Wahlkampfs“. Elif Eralp von der Linken wies darauf hin, dass die Berliner im Volksentscheid 2021 für Enteignungen gestimmt haben und eine Expertenkommission dies als rechtlich und finanziell machbar erachtete.

In einer weiteren Bemerkung verteidigte Krach die Bemühungen um mehr Polizeibefugnisse und warf Grünen und Linken vor, Klagen dagegen einzureichen. Er setzte sich für die Sicherheit der Bürger ein und ließ offen, ob er sich eine Koalition mit den Linken vorstellen könnte, indem er anmerkte: „Das schauen wir dann am Sonntagabend.“

CDU-Spitzenkandidat Stefan Evers warf den Linken vor, nicht genügend gegen Antisemitismus in der eigenen Partei vorzugehen. Er erklärte, dass er persönlich nicht glaube, dass Eralp antisemitische Ansichten habe, kritisierte aber klar die fehlende Kontrolle innerhalb der Partei. Bei der Diskussion um Verkehrsthemen äußerte Werner Graf von den Grünen Kritik an der Politik des derzeitigen Senats und forderte einen Ausbau sicherer Radwege und des öffentlichen Nahverkehrs.

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Julian K.

Über den Autor

Julian K. Redakteur für Sport, Kultur & Lokales

Julian K. ist im Berliner Kiezleben zu Hause und hält den Puls der Stadt im Blick. Seine Berichterstattung deckt das gesamte Spektrum ab – vom Profi- und Breitensport über Kulturveranstaltungen bis hin zu Eilmeldungen aus den zwölf Bezirken. Dank seines starken Netzwerks gehört er zu den Ersten, wenn es um aktuelle Ereignisse in der Metropolregion geht.

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